Städtebauförderung für Wachtberg

Köln stellt zwei Millionen Euro in Aussicht

Der Dorfplatz am Henseler Hof in Niederbachem könnte im Frühjahr 2018 saniert werden.

Der Dorfplatz am Henseler Hof in Niederbachem könnte im Frühjahr 2018 saniert werden.

Wachtberg. Die Bezirksregierung sieht die Umgestaltung des Henseler Hofs generell als förderwürdig an. Baubeginn wird frühestens 2018 sein.

Niederbachem hat mit hoher Wahrscheinlichkeit in Köln punkten können. So lässt sich das umschreiben, was sich hinter der Vorlage „Einplanungsvorschlag für das Städtebauinvestitionsprogramm“ der Bezirksregierung Köln verbirgt. Wie mehrfach berichtet, hatte sich die Gemeinde Wachtberg für eben jenes Programm mit dem Projekt Henseler Hof beworben. Konkret geht es darum, das Herzstück Niederbachems noch mehr als Zentrum herauszustellen. Die Bezirksregierung hat nun noch für dieses Jahr 970 000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt. Als äußerst erfreulich wertete denn auch Beigeordneter Jörg Ostermann die Nachricht.

Auf Nachfrage teilte Vanessa Nolte von der Pressestelle der Bezirksregierung die einzelnen Schritte mit. Zunächst habe Wachtberg einen Antrag eingereicht, den man grundsätzlich für unterstützenswert halte. Die „zukunftsgerichtete Aufwertung des Ortsteilzentrums Niederbachem unter Beteiligung der Bürger“ habe der Jury gut gefallen. Konkret also die Neugestaltung des Platzes am Henseler Hof sowie die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Kleiner Wermutstropfen: „Die Kommune muss die Planungsleistungen und die damit verbundenen Honorare zunächst ohne Förderung aufbringen, bekommt diese aber mit der Bewilligung nachträglich gefördert“, so Nolte. Mit einer Bewilligung sei erst im Laufe des Jahres zu rechnen. Zunächst würden dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) die Vorschläge der fünf Bezirksregierungen (BR) vorgelegt.

Dann werde jedes einzelne Projekt mit jeder Bezirksregierung besprochen; jeder Antrag fülle meist einen großen Ordner. „Die BR Köln hat 57 Anträge erhalten, 53 davon sind zur Förderung vorgeschlagen worden“, sagte die Mitarbeiterin der Pressestelle. Das Ministerium entscheide schließlich, welches Projekt tatsächlich Geld erhalte. Nolte betont jedoch, dass das MBWSV in den vergangenen Jahren den Vorschlägen der Bezirksregierung weitestgehend gefolgt ist.

Mit den 970.000 Euro wäre das Ende übrigens noch nicht erreicht. Die Gemeinde und die Bezirksregierung streben bis 2020 eine weitere Finanzspritze von insgesamt 1,14 Millionen Euro an. Insgesamt würden dann 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Die Folgeförderungen sind laut Vanessa Nolte aber nicht sicher. Grund: das Jährlichkeitsprinzip des Haushaltes und das Budgetrecht des Landtages.

Die Summe macht es laut Jörg Ostermann möglich, die ersten Maßnahmen, die im Integrierten Handlungskonzept 2013 ausgearbeitet worden seien, umzusetzen. „Schwerpunkt wird zunächst die Umgestaltung des Platzes vor dem Henseler Hof sein“, kündigte der Beigeordnete an.

Wenn das Okay aus Köln da ist, werde man ein Planungsbüro beauftragen, welches, aufbauend auf den Ergebnissen des Planungswettbewerbs, die Ausführungsplanung ausarbeite. „Als realistischen Baubeginn für die Maßnahme dürfte das Frühjahr 2018 anzunehmen sein“, meint Ostermann.