Wachtberg-Ließem

Köllenhof wird Klimaquartier

Mehr als 400 Bürger wohnen in der Köllenhof-Siedlung. Alle sollen über das von der Gemeinde Wachtberg geplante Klimakonzept informiert und überzeugt werden.

Mehr als 400 Bürger wohnen in der Köllenhof-Siedlung. Alle sollen über das von der Gemeinde Wachtberg geplante Klimakonzept informiert und überzeugt werden.

Wachtberg-Ließem. Die Architektinnen Severine Nicolaus und Katharina Chatterjee haben am Donnerstag das Konzept für ein „Klimaquartier Köllenhof“ vorgestellt – natürlich im Köllenhof.

„Wir treten in diesem Fall jedoch nicht als Architektinnen auf, sondern als Ansprechpartnerinnen“, betonen die beiden. In einem erarbeiteten Fragebogen sollten die Eigentümer und Bewohner bewerten, welche Fragen und Veranstaltungen sie besonders interessieren würden. Erklärtes Ziel der Gemeinde Wachtberg ist es, eine nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik zu betreiben – dafür wurde ein energetisches Quartierskonzept erstellt, bei dem durch Modernisierungsmaßnahmen der CO2-Ausstoß erheblich reduziert werden soll.

Als nächstes steht für die beiden Architektinnen eine gemeinsame Ortsbegehung an, die interessierte Bewohner durch das Gebiet mit den Augen eines Sanierungsmanagers führen soll. „Wir haben von den verteilten Fragebögen schon einige zurückerhalten und freuen uns zu Beginn über die recht große Resonanz“, so Nicolaus. Einige Bürger hatten direktes Interesse angemeldet, andere wollten sich erst einmal über die Pläne und Möglichkeiten informieren.

Mehr als 250 Haushalte in der Köllenhof-Siedlung sind betroffen, und jeder, der Fragen hat, kann sich mittwochs an die beiden Ansprechpartnerinnen melden: „Wir sind immer von 17 bis 18.30 Uhr hier im Köllenhof und gehen gerne auf alle speziellen Fragen ein“, so die beiden.

Auch Jörg Ostermann, Beigeordneter der Gemeinde Wachtberg, war bei der Informationsveranstaltung vor Ort und führte durch die rund einstündige Veranstaltung. „Es geht endlich los und wir freuen uns sehr darüber, heute die externen Sachverständigen vorstellen zu können. Gerne möchten wir noch mehr Leute gewinnen und sind glücklich über das bereits vorhandene Interesse“, so Ostermann. Doch künftig müsse man noch mehr Bürger an das Thema heranführen.

Alle Anwohner sollen erreicht werden

Katharina Chatterjee betonte: „Wir sehen uns als Bindeglied zwischen Gemeinde und Bewohnern, jeder kann mit seinem Anliegen zu uns kommen. Sei es das Thema Barrierefreiheit oder andere Schwerpunkte. Natürlich können wir besonders zur energetischen Modernisierung viel beantworten.“

Besonders wichtig sei nämlich, dass Objekteigentümer das Sanierungspotenzial ihrer Gebäude erkennen und man individuelle energetische Modernisierungsmaßnahmen aufzeigt. Denn eine Sanierung soll ja auch Einsparungen bringen, von besseren Fenstern, neuen Dächern oder einer Heizungsanlage. Aus diesem Grund werden von den Architektinnen zwei Modellhäuser gesucht – ein Einfamilien- und ein Mehrfamilienhaus, an dessen Beispiel sie einen Ratgeber erstellen und Möglichkeiten aufzeigen können.

Wichtig war für die Besucher der Infoveranstaltung auch zu erfahren, wie die Infos diejenigen erreichen, die nicht anwesend waren. „Es werden Flyer verteilt und wir informieren auf unserer Homepage“, so der Beigeordnete und ergänzte auf Nachfrage: „Natürlich können wir auch einen E-Mail-Verteiler einrichten und darüber berichten.“ Denn in der Köllenhof-Siedlung wohnen mehr als 400 Bürger, die auch von einer Wertsteigerung der Häuser profitieren könnten. „Doch wie wissen wir, dass das investierte Geld wirklich zu Einsparungen führt?“, erkundigte sich ein Bürger. Genau diese Fragen wolle man im einzelnen erläutern und erklären, betonten die Architektinnen.

Wer Fragen zu dem Projekt hat, kann sich unter 02 28/38 76 92 84 oder klimaquartier@wachtberg.de an die Architektinnen wenden