Sauberkeit auf Wachtbergs Straßen

Hitze macht dem Bauhof in Berkum zu schaffen

Laub auf der Straße: Politiker und Bürger beklagen, dass auf dem Stumpebergweg nicht gekehrt wird.

Laub auf der Straße: Politiker und Bürger beklagen, dass auf dem Stumpebergweg nicht gekehrt wird.

Wachtberg-Berkum. An vielen Stellen im Drachenfelser Ländchen liegt zu früh gefallenes Laub. Die Ortsvertretung Berkum berät über die zunehmende Verkehrsbelastung auf der Rathausstraße.

Die sommerliche Hitze hat am Bauhof der Gemeinde ein wenig den Zeitplan durcheinandergebracht. So fiel an einigen Stellen schon das verdörrte Laub auf die Straße, während die Mitarbeiter eigentlich noch mit dem Mähen beschäftigt waren. Dies war nur eines der Themen der jüngsten Sitzung der Ortsvertretung Berkum, bei der es auch um den Verkehr und einen Namen für die Dreifachturnhalle, die gerade saniert wird, ging.

Sauberkeit: Vor einiger Zeit hatte sich Peter Ruland (CDU) mit seiner Kamera und dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um einige Missstände im Ort zu dokumentieren. Er fand ungepflegte Grünflächen, unleserliche Verkehrsschilder und zerbrochene (aber zum Teil bereits reparierte) Gehwegplatten an der Oberdorfstraße. Besonders auffällig sind die vielen heruntergefallenen Blätter vor der Schule am Stumpebergweg. Beigeordneter Swen Christian verwies darauf, dass bei normaler Witterung das Personal des Bauhofs kein Problem mit den Arbeiten habe. Er kündigte ein neues Konzept für die Abläufe an.

Urnen: Nach einem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses steht fest, dass die Gemeinde die ersten beiden Urnenwände auf dem Friedhof errichten wird. Das teilte Christian am Donnerstag auf GA-Anfrage mit. Er bestätigte, dass die Fundamente dafür schon gegossen seien und rechnet damit, dass die Grabstätten noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Das stehe aber nicht im Widerspruch mit den Plänen der katholischen Gemeinde, die ungenutzte Kirche St. Gereon ebenfalls für Urnenbestattungen zu nutzen (der GA berichtete).

Verkehr: Christian teilte der Ortsvertretung mit, dass die Ergebnisse der jüngsten Geschwindigkeitsmessungen an der Kreuzung Rathausstraße, Wachtbergring, Fraunhofer Straße und L 123 noch nicht vorlägen. Was den Unfallschwerpunkt anginge, könne er sich dort einen Kreisverkehr vorstellen. Die Neigung dort spreche allerdings dagegen. Die Politiker machten zudem auf das steigende Verkehrsaufkommen auf der Rathausstraße aufmerksam, wo zum Teil auch zu schnell gefahren werde. Der Beigeordnete riet, erst einmal abzuwarten, wie sich alles ändert, wenn die Ortsumgehung Gimmersdorf fertig ist. Was Fußgänger angeht, soll die Gemeindeverwaltung prüfen, ob sie nicht auf dem direkten Weg vom Limbachstift zum Einkaufszentrum an der Alten Gasse eine Bank aufstellen kann. „Es gibt dort keine Möglichkeit, kurz mal zu verweilen“, sagte Franz-Josef Jäger (CDU) und dachte dabei an die Senioren.

Ehrung: Vereine setzen sich dafür ein, dass die Dreifachturnhalle nach dem ehemaligen langjährigen Gemeindedirektor und Ehrenbürger Fred Münch benannt wird. Bei einer Sitzungsunterbrechung wiesen zwei Besucher, die Münch gekannt hatten, darauf hin, dass dieser sich über das normale Maß hinaus für die Gemeinde engagiert habe. Am Schluss gab's ein Votum für die Hallenbenennung – als Empfehlung an den Rat.