Gewerbepark Wachtberg

High-Tech am Villiper Ortsrand

Der Gewerbepark Wachtberg an der K 58 ist bei innovativen Firmen beliebt. Über diese Baustraße wird ein neues Areal erschlossen.

Der Gewerbepark Wachtberg an der K 58 ist bei innovativen Firmen beliebt. Über diese Baustraße wird ein neues Areal erschlossen.

Wachtberg-Villip. Der Gewerbepark Wachtberg ist ein Erfolgsmodell und wächst weiter. Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde setzt auf IT-Unternehmen, Dienstleister und Handwerk.

Eine verkehrsgünstige Lage direkt am Wachtbergring, eine reizvolle Landschaft mit Blick auf das Siebengebirge. So preist Jens Forstner, der Wirtschaftsförderer der Gemeinde, den Gewerbepark Wachtberg an. Das lockt bis dato jede Menge High-Tech an – obwohl die Grundstücke am Rentnerweg liegen, was erst einmal nicht nach aufstrebenden, jungen Branchen klingt. Weil nun alles verkauft ist, soll das Gelände erweitert werden. Mit den Vermarktungskriterien haben sich die Politiker des Gemeinderats in der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigt. 45 Interessenten warten schon.

Der Bebauungsplan für den Park ist 1998 in Kraft getreten, nach und nach siedelten sich auf 16 Hektar Firmen an. Da wäre zum Beispiel Cruse Scanner, die Großformatscanner für Museen und die Dekorindustrie herstellt. Oder Bike Basics, die unter der Marke „idworx“ hochwertige Fahrräder in Handarbeit zusammenbauen. „Heizkurier haben eine Nische besetzt. Sie helfen mit einer mobilen Heizanlage, wenn zu Hause mal was ausfällt“, sagt Forstner.

Weitere Vermarktung des Geländes in Planung

Stein des Anstoßes war damals eigentlich das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik, das sich jenseits des Wachtberger Radoms am Ortsrand von Villip erweitert hat – und es noch tut (der GA berichtete). Neben dem Gebäude mit den Labors hat man bereits weitere Büros angemietet. Bei der nun geplanten Erweiterung hat das Fraunhofer FHR bereits 4800 Quadratmeter für sich reserviert, so der Wirtschaftsförderer. Übrig bleiben im ersten Schritt acht Grundstücke mit insgesamt 1,6 Hektar. „Dieses Jahr soll die Vermarktung starten“, sagt Forstner.

Doch das ist noch nicht alles: „Es gibt noch Puffer, wo die Gemeinde weitere Fläche vorhalten kann“, meint Forstner. Dabei handelt es sich um Flächen südlich des besagten Rentnerwegs (Richtung Berkum), der im Volksmund so heißt, aber durchaus noch umbenannt werden könne. Derzeit ist das einfach nur eine Baustraße. Forstner erwartet „einen bunten Strauß“ aus IT-Unternehmen, Dienstleistern, Forschung und Handwerk.

Die Politiker sprachen sich nun einstimmig dafür aus, dass die Verwaltung mit Kriterienkatalog für die Vermarktung an künftige Bewerber herantreten kann. Sie will damit die Ansiedlung im Vorfeld steuern und die Grundstücke effektiv nutzen. Da geht es neben den gewünschten Branchen zum Beispiel darum, dass auf 400 Quadratmeter mindestens zwei Arbeitsplätze entfallen. Pro 1000 Quadratmeter soll es einen Ausbildungsplatz geben. Die Verwaltung will, dass die Betriebe ihren kompletten Sitz nach Wachtberg (ver-) legen. Regelmäßiges Arbeiten im Freien, schwerer Lieferverkehr und reine Lagernutzung wird nicht gewünscht. Diese Leitlinien sollen es Firmen im Vorfeld ermöglichen zu bewerten, ob sie die Richtigen für den Gewerbepark sind.