Kleinbetriebe neben Weltunternehmen

Gewerbepark Villip expandiert

Jens Becker, Geschäftsführer des Unternehmens Cruse, erklärt Besuchern des „Unternehmerpunkts“ einen Scanner.

Jens Becker, Geschäftsführer des Unternehmens Cruse, erklärt Besuchern des „Unternehmerpunkts“ einen Scanner.

Wachtberg. Dem Unternehmertum in Wachtberg geht es blendend – da sind sich der Gewerbeverein Wachtberg und die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Gemeinde einig. Vor allem im Gewerbepark Villip soll es stetig vorangehen.

Das Areal, das laut Gemeinde noch in diesem Jahr vergrößert wird, beherbergt kleine Handwerksbetriebe, aber auch Weltunternehmen wie zum Beispiel Harley Davidson oder den Scanner-Hersteller Cruse. Letzterer öffnete am Mittwoch seine Werkstatt für andere Unternehmer aus der Region, die sich hier anlässlich der vom Gewerbeverein organisierten Veranstaltung „Unternehmerpunkt“ zum Austausch trafen.

„Bei der Veranstaltungsreihe können Unternehmer aus der Region Kollegen auch aus anderen Branchen kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Beziehungen knüpfen“, so der Vereinsvorsitzende Michael Geppert. Generell gehe es der Wirtschaft in Wachtberg sehr gut, findet Geppert, zu meckern habe er wenig. „Die Anbindung an die Autobahn ist gut, ebenso die Infrastruktur der Region. Lediglich in Sachen Internetanbindung und öffentlicher Nahverkehr gibt es mancherorts noch Nachholbedarf.“

Um genau diese Dinge kümmere sich derzeit die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Gemeinde Wachtberg, versicherte deren Leiter Jens Forstner, der auch zu der Veranstaltung gekommen war. Ein weiteres Projekt ist der Ausbau des Gewerbeparks, der gerade angelaufen ist. „Der Bebauungsplan ist jetzt rechtskräftig“, sagte Forstner. „Der Gewerbepark wird um sechs Hektar erweitert, 2018 sollen erste Flächen vermarktet werden.“

Nach Angaben des Wirtschaftsförderers ist diese Erweiterung dringend notwendig gewesen: Alle Flächen des 170 Hektar großen Gewerbeparks seien vergeben, 70 Unternehmen mit rund 3000 Beschäftigten seien hier ansässig, und die Nachfrage steige. „Wir wollen ein gesundes Wachstum“, ergänzte Geppert.

Ein gesundes Plus wünscht sich auch Jens Becker, Geschäftsführer von Cruse. „Angestrebt ist ein jährliches Wachstum von fünf Prozent“, erklärte er, während er den rund 30 Besuchern seinen Betrieb vorführte, in dem Hochleistungsscanner gebaut und in die ganze Welt verschifft werden. Seit 2013 hat das Unternehmen seinen Sitz in Wachtberg, vorher lag die Firmenzentrale in Rheinbach. „Wir wollten uns vergrößern und mussten Rheinbach aus Platzgründen verlassen“, so Becker. In Wachtberg habe der Weltmarktführer für Hochleistungsscanner schließlich den geeigneten Ort gefunden. „Neben der guten Anbindung gefällt uns hier der gesunde Branchenmix aus vielen Kleinbetrieben. Daraus ergibt sich ein gutes Miteinander.“