Wachtberger Rat entscheidet einstimmig

Genscher soll Ehrenbürger werden

WACHTBERG. Einstimmige Entscheidungen ohne jede Wortmeldung gibt es im Wachtberger Rat selten. Angesichts eines großen Politikers verbot sich aber offenbar politisches Geplänkel.

Hans-Dietrich Genscher soll die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde verliehen bekommen, hat der Rat am Donnerstagabend beschlossen. Der ehemalige Bundesaußenminister und FDP-Bundesvorsitzende, der seit 1977 in Pech wohnt, ist der zweite Wachtberger, der auf diese Weise gewürdigt wird. 1999 wurde der langjährige Gemeindedirektor Fred Münch zum Ehrenbürger ernannt.

Bürgermeisterin Renate Offergeld hatte Genscher als neuen Ehrenbürger vorgeschlagen, nachdem sie bei einem Gespräch Anfang Juni dessen Einverständnis eingeholt hatte. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es unter anderem, Genscher habe bei Begegnungen mit in- und ausländischen Gästen stets bekundet, dass er Wachtberger Bürger sei.

"Meine Heimat ist Halle, aber in Wachtberg sind meine Familie und ich zu Hause", wird der 88-Jährige zitiert, der viele Veranstaltungen als Schirmherr unterstützt.