Schulbusse in Wachtberg fallen weg

Eltern sorgen sich um Sicherheit der Schüler

Derzeit wird die unauffällig gelegene Haltestelle in Ließem von den Autofahrern kaum wahrgenommen, es ist zu dunkel und die Gehwege sind für größere Kindergruppen zu schmal.

Derzeit wird die unauffällig gelegene Haltestelle in Ließem von den Autofahrern kaum wahrgenommen, es ist zu dunkel und die Gehwege sind für größere Kindergruppen zu schmal.

Wachtberg. Durch den Ausbau des ÖPNV in Wachtberg fallen hier ab August Schulbusse weg. Die Gemeinde und die RVK sind mit den Eltern im Gespräch, da diese sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen.

Große Sorgen bereitet vielen Grundschuleltern weiterhin der Wegfall des Schülerspezialverkehrs. Das wurde auch auf der zweiten Info-Veranstaltung der Gemeinde deutlich. Wie berichtet, wird der ÖPNV im Ländchen mit dem Fahrplanwechsel am 28. August ausgebaut, der Schülerspezialverkehr aber eingestellt. Beigeordneter Swen Christian, Fachbereichsleiterin Sabine Radermacher, Kreis-Verkehrsplaner Christoph Groneck und Stephan Blenkers von der RVK informierten über den derzeitigen Sachstand.

Mit Kopfschütteln kommentierten viele Eltern die Nachricht, dass übergeordnete Behörden nach Ortsterminen an Bushaltestellen wie an der Landstraße in Ließem oder Kürrighoven keine Gefahren erkennen. Der Gemeinde seien diese Aussagen nicht genug, man wolle an allen bekannten Gefahrenpunkten Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen, erklärte Beigeordneter Christian. An einigen Haltestellen soll deutlicher Grünrückschnitt und mehr Beleuchtung dafür sorgen, dass wartende Kinder besser gesehen werden. An der K 14 in Ließem führe zudem die Polizei seit einiger Zeit wiederholt Geschwindigkeitsmessungen durch. Die Anregung einer Mutter, dort analog zu Pech eine feste Geschwindigkeitsmessanlage einzurichten, nahm der Beigeordnete auf. „Das können wir gerne in Erwägung ziehen“, sagte er zu, erinnerte aber daran, dass die Gemeinde nicht Eigentümerin dieser Straße sei. „Die Entscheidung liegt letztlich beim Kreis.“

Mit den baulichen Veränderungen an dieser und der Haltestelle in Kürrighoven warte man ebenfalls auf den Träger. In naher Zukunft sollen diese Haltepunkte barrierefrei ausgebaut werden, erklärte Christian, im gleichen Zuge könne man weitere Maßnahmen diskutieren. Bis es so weit ist, wird der Bus die bisherige Schulbushaltestelle anfahren und in Kürrighoven eine Schleife fahren, damit die Kinder nicht alleine die Landstraße überqueren müssen.

Lotsendienst wird gewünscht

Für die Grundschüler, die nach Niederbachem fahren, sollen perspektivisch Zuwegungen über die Straßen Im Bungert, Im Henschel und die Gereonstraße zusätzlich zu dem dort mit Elternunterstützung bereits installierten Lotsendienst geschaffen werden. Einen Lotsendienst wünscht man sich auch für die Kinder der Adendorfer Grundschule, die zukünftig ebenfalls auf einer Durchgangsstraße aussteigen. Eine Furt in Höhe der Feuerwehrzufahrt und ein Durchgang hinter der Schule sorgen dafür, dass die Kleinen nicht über die kurvige, enge und unübersichtliche Schützenstraße laufen müssen.

Der Anschluss von Züllighoven soll über gesonderte Fahrten zu Schulbeginn und -ende erfolgen. Eine Züllighovenerin erinnerte daran, dass die Azubis aus dem Ort auch in den Ferien zu ihren Arbeitsplätzen gelangen müssten und fragte nach dem Erhalt des Anrufsammeltaxis. Man wünsche sich den Erhalt dringend und sei dazu derzeit im Gespräch, erfuhr man vom Beigeordneten. Auf den Hinweis, dass die Bushaltestelle in dem kleinen Ort weder gut einsehbar noch in irgendeiner Weise abgegrenzt oder sicher für Grundschüler sei, sagte er auch dort einen Ortstermin zu.

Christoph Groneck informierte übersichtlich über die künftigen Linienführungen und erklärte, dass die Fahrpläne seit dem Vortag der Veranstaltung feststünden. In etwa zwei Wochen sollten die Abfahrtzeiten überall gedruckt und online verfügbar sein.