Kitaerweiterung in Berkum

Der Grundstein für den Neubau ist gelegt

Grundsteinlegug für den Erweiterungsbau Familienzentrum St. Maria Rosenkranz mit Schuldezernent Thomas Wagner

Grundsteinlegug für den Erweiterungsbau Familienzentrum St. Maria Rosenkranz mit Schuldezernent Thomas Wagner

Wachtberg-Berkum. Bis Frühjahr 2019 entsteht am Familienzentrum St. Maria Rosenkranzkönigin ein Anbau. Den langersehnten Aufzug finanziert die Kirchengemeinde selbst.

Gerade mal sechs Jahre ist das Familienzentrums St. Maria Rosenkranzkönigin alt – ein heller Bau, in dem sich die 89 Kindergartenkinder ab zwei Jahren samt des zwölfköpfigen Erzieherteams wohlfühlen. Doch mit der vierten Gruppe, die es nun schon seit zwei Jahren gibt, platzt das Gebäude Am Bollwerk aus allen Nähten. Auf engstem Raum entsteht dort nun für 840.000 Euro ein zweistöckiger Anbau. Neben den offiziellen Vertretern der Kirchengemeinde Sankt Marien, des Rhein-Sieg-Kreises und der Bauleitung kamen am Freitagmorgen auch die Vorschulkinder zur Grundsteinlegung und waren neugierig, was alles in die von Pfarrer Michael Hoßdorf gesegnete Plombe gepackt wurde.

Da wären die Pläne von Architekt Tobias Kröll, die aktuelle Kirchenzeitung, der General-Anzeiger vom Tag, Euromünzen und ein Bild der Kinder mit Wolke, Regenbogen, Sonne, Stern und Tropfen. Die Plombe wird später hinter Glas noch zu sehen sein.

Gemeindereferentin Claudia Schütz-Großmann sagte, dass in den vergangenen Jahren viele Flüchtlingskinder hinzugekommen seien. „Wir sehen uns da in der Verantwortung.“ Thomas Wagner, Dezernent des Rhein-Sieg-Kreises, bekräftigte, dass es bezüglich fehlender Kindergartenplätze allgemein einen großen Druck in der Gemeinde gebe und kündigte weitere Neubauten an – auch in Berkum. Er sieht das alles aber positiv: Die Einweihung neuer Kitas würde zu den schönsten Anlässen überhaupt gehören: „Denn das ist ja eine Investition in die Zukunft.“ Auch wenn der Anbau in Berkum teurer sei als vergleichbare Bauten, „ist er jeden Euro wert“. Der Kreis zahlt 407.000 Euro, der Rest stammt aus Bundesmitteln. 20.000 Euro für den langersehnten Aufzug finanziert die Kirchengemeinde.

Teil des Außengeländes geht als Spielfläche verloren

Die Mehrkosten kommen nicht dadurch zustande, dass das Gelände hinter dem Familienzentrum eng und verwinkelt ist, sondern weil im bestehenden Gebäude einiges geändert werden muss. Das liegt laut Kröll an Änderungen bei Brand- und Schallschutz. Auch um auf beiden Etagen Verbindungen zu schaffen, müssen 150 Quadratmeter der bestehenden Räume verändert werden. Dabei geht es auch um die Anbindung ans Treppenhaus. Der Neubau mit Gruppen-, Mehrzweckraum und zusätzlichem WC (auch für Behinderte) hat eine Nutzfläche von 180 Quadratmetern. „Wir rechnen damit, dass er im April oder Mai nächsten Jahres eingeweiht wird“, sagte Kroll.

Ein Nachteil der Erweiterung ist, dass ein Teil des Außengeländes zum Spielen verloren gegangen ist. Da zitierte Pfarrer Hoßdorf ein Gemeindemitglied, das verwundert darüber den Kopf geschüttelt habe, dass man auf dem Land in Platznot geraten könne. Mieke Schulze, die Leiterin der Einrichtung, hofft aber noch, vielleicht einen Streifen Privatgelände kaufen zu können. Sie beklagte, dass noch eine Kindertoilette fehle.

Hoßdorf erinnerte daran, dass alles mit Jesus und seinem Baumeister Paulus, der das Fundament der Gemeinde legte, begonnen habe. Beigeordneter Swen Christian freute sich, dass auch die Gemeinde mit jährlich 18.000 Euro ihren Beitrag für die Kitaerweiterung leiste. „Ich finde es toll, dass wir hier so eine tolle Gemeinschaft haben. Wachse, blühe und gedeihe“, sagte er.