Hochwasser in Wachtberg

Burg Gudenau: Unwetter richtet große Schäden an

Helfer des THW arbeiten an der Behelfsbrücke.

Helfer des THW arbeiten an der Behelfsbrücke.

Wachtberg. Nach dem Unwetter in den vergangenen Tagen hat das THW in Pech am Morgen damit begonnen, Behelfsbrücken zu bauen. Auch an der Burg Gudenau haben die Wassermassen erhebliche Schäden angerichtet. Ein Video zeigt, wie das Wasser das Gelände flutet.

Das Unwetter der vergangenen Tage hat erhebliche Schäden in Wachtberg angerichtet. Nicht nur viele Keller sind durch die Wassermassen vollgelaufen, auch Straßen und Brücken wurden beschädigt. In Pech sind zwei Brücken an der Straße "Grüner Weg" sowie an der Pecher Hauptstraße betroffen.

Seit dem Morgen laufen in dem Wachtberger Ortsteil die Arbeiten an dem beschädigten Übergang an der Hauptstraße. Das THW baut eine Behelfsbrücke, damit die Straßen wieder genutzt werden können. Über die Ersatzbrücke können sowohl Fußgänger als auch PKW und Busse gelangen.

"Das THW ist zuversichtlich, die Brückenarbeiten bis heute am frühen Nachmittag abzuschließen", erklärt Jörg Ostermann, Beigeordneter der Gemeinde Wachtberg. Davon geht auch Nicolas Hefner vom THW aus: "Gegen 12, 13 Uhr soll der Brückenschlag erfolgen. Im Laufe des Nachmittags kann der leichte Verkehr wieder rollen."

Bei der Brücke handelt es sich laut Hefner um eine sogenannte Bailey-Brücke, eine transportable Notbrücke, die aus vormontierten Einzelbauteilen zusammengesetzt wird. Die Brücke besteht aus Metall und hat laut Hefner ein Gewicht von rund 18 Tonnen. Insgesamt sind knapp 40 Helfer des Technischen Hilfswerk vor Ort.

Da die Ersatzbrücke etwas höher als die Straße angelegt wird, müsse anschließend noch eine Rampe errichtet werden. Am Donnerstag, spätestens am Freitag, sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, hofft der Beigeordnete.

 

Nach den Arbeiten will das THW mit der Gemeinde am Nachmittag weitere Bekundungen an der Brücke am Grünen Weg vornehmen, so Ostermann.

Das Unwetter hat auch an der Burg Gudenau erhebliche Schäden verursacht. Am Samstagnachmittag gegen 16.15 Uhr traf sie das Unwetter, als eine "Flutwelle vom Arzdorfer Bach über die hintere Parklandschaft" die gesamte hintere Mauer überschwemmt hatte, berichtet Henriette Gräfin Strasoldo dem GA. Das Wasser ergoss sich im ersten Weiher und "kam dann in voller Breite über den ganzen Rasen hier in den Weiher rein", erzählt die Eigentümerin des Wasserschlosses weiter. "Das Wasser lief über die Brücke in den Innenhof und setzte den gesamten Keller und die Garagen unter Wasser."

 

"Das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen", zeigt sie sich entsetzt über die Kraft des Unwetters. Sie hofft nun, mit dem Denkmalamt und der Gemeinde ein Konzept zu entwickeln, den Park wassergerecht zu gestalten, sodass der Bach auch bei Extremsituationen laufen kann.

Henriette Gräfin Strasoldo stellte uns dieses Video zur Verfügung. Es zeigt, wie das Wasser in den Weiher geströmt und für die Überschwemmungen gesorgt hat:

 

Zuvor hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium Horst Becker (Grüne) finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt. Es geht dabei um mehrere hunderttausend Euro. Auch der Kreis wolle kurzfristig einen fünfstelligen Betrag bereitstellen.