Karnevalszug in Fritzdorf

"Bachwacht" für das nächste Hochwasser

Wachtberg-Fritzdorf. Aktuelle Themen bestimmen den rekordverdächtigen Zug in Fritzdorf. Es kommen so viele Besucher, dass die geparkten Autos bis nach Arzdorf reichen.

Dass es im Wachtberger Ortsteil Fritzdorf Parkplatzprobleme geben könnte, ist normalerweise undenkbar. Aber mit dem örtlichen Straßenkarneval ist dies ein ganz eigenes Thema. Seitdem der Termin des Karnevalszuges vom Veilchendienstag auf den Karnevalssamstag verlegt ist, spüren die Organisatoren des jecken Karnevalszuges den enormen Besucherzuspruch. Geparkt wird dann inzwischen bis in den Nachbarort Arzdorf. Rekordverdächtig war die Zuschauerzahl in diesem Jahr, wie Elisabeth Hüllen, Präsidentin der örtlichen KG Grün-Gelb, am Samstagnachmittag vom großen Piratenwagen des Vereins überall feststellen konnte.

Da war eine Frauengruppe als Pusteblumen unter dem Motto „Löwenzahn und Feuerwahn“ unterwegs oder die inzwischen verheirateten Mitglieder des Junggesellenvereins, die als „Schwarze Schafe Fritzdorfs“ in ihrem auffälligen Schiebewagen den Festzug bereicherten. Aus dem benachbarten Arzdorf war vom dortigen Reitstall eine ganze Horde von vierzig kleinen und großen Teufeln mit dabei, wie Teilnehmerin Susanne Förster berichtete. „Sogar zwei teuflische Ponys haben wir mitgebracht.“

Für das nächste Hochwasser war die Jugend von Gimmersdorf und Oberbachem mit ihren Plastikbecken als „Bachwacht“, die den Pegel hält, bestens gerüstet. Unter dem Motto „A Tännchen please – America first – Fritzdorf MGV Förster“ sorgten Fritzdorfer Sänger als Amerika-Fans für Aufsehen. Dies übertrumpften die Junggesellen, die alle mit Donald Trump-Perücken und in schwarzen Anzügen samt roter Krawatten gekleidet die Jecken von ihrem Festwagen grüßten.

Weitere Zuggruppen beschäftigten sich mit dem Thema Alkohol unter dem Motto „Besoffen vor Glück“ oder die „Lifeguard – Wachtberg säuft ab – wir saufen mit“ beziehungsweise „Mir bruche keene Zaubertrank, mir jon zum nächsten Bierausschank“. Fritzdorfs Friends liefen als Tanzenten vom Regenrückhaltebecken auf. „Süß und lecker zum Vernaschen, Naschen ist gesund“ propagierte eine weitere Privatgruppe im Straßenkarneval mit Fantasiekostümen.