Gimmersdorfer Straße

Autofahrer in Villip ärgern sich über Bremsschwellen

Das Hindernis ist vielen ein Dorn im Auge.

Das Hindernis ist vielen ein Dorn im Auge.

Villip. Die Autofahrer aus Villip monieren die Ausführung der Verkehrsberuhigungsmaßnahme auf der Gimmersdorfer Straße. Ein Rückbau würde 30.000 Euro kosten.

Weder im Ort noch in der jüngsten Sitzung der Ortsvertretung brauchte man lange zu fragen, was die Bewohner von den Fahrbahnerhöhungen auf der Gimmersdorfer Straße hielten: Man ärgert sich. Da sich Bürger und Verwaltung lange schon weitgehend einig sind, hatte man in der Vergangenheit bereits nach Lösungen gesucht. Die Entfernung der seinerzeit 25.000 Euro teuren, unliebsamen Objekte würde den Haushalt der Gemeinde nun mit 30.000 Euro belasten, wenn sie die Verkehrsberuhigungen wieder entfernen ließe. Um diese Kosten zu vermeiden, suchten Politik und Verwaltung nach anderen Lösungen.

„Ich habe noch nie solche Hubbel gesehen“, meinte Albert Schmitz (CDU) unter allgemeiner Zustimmung. Eine Bürgerin erklärte, sie fahre schon länger zum Einkauf über Holzem, weil sie sich nicht jedes Mal über die „unangemessen hohen Verkehrsberuhigungen“ ärgern wolle. Infolge der Bürgerbeschwerden nach der Entstehung der Bremsschwellen hatte die Gemeinde bereits die Ausführung der Arbeiten überprüft. Die Fachleute versicherten, dass an diesen Hubbeln nichts anders sei als an anderen Hubbeln, berichtete Bürgermeisterin Renate Offergeld für die Verwaltung vom Ergebnis der Überprüfungen. Weder im Winkel der Rampensteine, noch in der Höhe oder bei sonstigen Merkmalen des Gewerks sei ein Fehler festgestellt worden. Weil die Arbeiten damit fachgerecht ausgeführt seien, gäbe es auch keine Möglichkeit, eine kostenfreie Änderung oder Entfernung zu verlangen. „Wenn wir die Hubbel entfernen lassen wollen, dann kostet das rund 30.000 Euro“, so Offergeld.

Aus der Bürgerschaft kam der Vorschlag, die Änderung oder die Entfernung der Hubbel mit anderen, ohnehin in den nächsten Jahren anstehenden Arbeiten kostenoptimierend zu kombinieren. Zwei Vorschläge dazu hatte Tobias Teichner gleich in Form von Zeichnungen mitgebracht. Weil nämlich viele Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut und dazu teilweise in ihrer Position leicht verändert werden, könnte man den Ausbau so gestalten, dass eine Verkehrsberuhigung erhalten bliebe, die Kissen aber wegfielen. Weil für bestimmte Ausbauarbeiten Fördergelder fließen, biete sich eine solche Verfahrensweise an. Einziger Wermutstropfen: Die Villiper müssten bis dahin noch mit dieser Form der Verkehrsberuhigung leben. Die Zeichnungen stellte Teichner der Ortsvertretung zur Verfügung.