Prüfung des Straßennetz

600 Verkehrsschilder in Wachtberg müssen erneuert werden

Dieses Schild in Holzem reflektiert nicht mehr und muss ausgetauscht werden.

Dieses Schild in Holzem reflektiert nicht mehr und muss ausgetauscht werden.

Wachtberg. Mit sachkundigen Blicken wurde das mehr als 200 Kilometer umfassende Wachtberger Straßennetz in Augenschein genommen. Dabei fielen knapp 600 Verkehrszeichen auf, die künftig entweder wegfallen, erneuert oder ergänzt werden.

Unfallvermeidung und klare Richtungshinweise stehen auf der Prioritätenliste beim Austausch der Verkehrsschilder an oberster Stelle. Reflektieren sollen vor allem die Schilder, die der Autofahrer im fließenden Verkehr erkennen muss. Die Kriterien bei den Verkehrsschauen orientieren sich an Leitfragen mit dem Ziel, die größtmögliche Sicherheit für alle zu erreichen.

Sind die bestehenden Regelungen für die Verkehrsteilnehmenden nachvollziehbar? Sind alle Verkehrszeichen notwendig und intakt? Der Gesetzgeber schreibt einen Abstand von vier Jahren für solche Verkehrsschauen vor. „Nicht nur die Qualität der Fahrbahn ist maßgeblich für die Sicherheit verantwortlich, sondern auch das Erkennen und Verstehen von Verkehrsführungen und Verkehrsregeln“, erklärte Harald Pütz, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises. Ist beispielsweise ein Sackgassenschild in desolatem Zustand, dann schaut man gleich genauer, wohin die Reise hinter dem Schild führt.

Wenn Fußgänger und Radfahrer trotzdem passieren können, wird ein zusätzlicher Hinweis angebracht. Auch die Ortszufahrten werden deutlicher und häufiger gekennzeichnet. Selbst im Bereich von Wirtschaftswegen sei es notwendig, Verkehrsteilnehmer zu warnen, so der Rhein-Sieg-Kreis. Dabei ginge es nicht nur um die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Innerorts sei zudem vermehrt mit Radfahrern, querenden Fußgängern und Einmündungen zu rechnen.

Für Austausch ist Gemeinde und Landesbetrieb NRW zuständig

In den Gemeinden Wachtberg, Alfter, Swisttal, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Windeck und Ruppichteroth führt der Kreis die Verkehrsschauen selbst durch. „Die vereinbarten Optimierungen tragen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit bei. Denn erneuerte Verkehrszeichen werden besser erkannt und entschärfen so zum Beispiel Gefahrensituationen an Kreuzungen und Einmündungen erheblich“, erklärte Harald Pütz.

Für den Austausch ist – je nach Klassifizierung der Straße – die Gemeinde, der Landesbetrieb NRW oder der Kreis zuständig. Die dortigen Kapazitäten und die Lieferzeiten für neue Schilder entscheiden, wie lange der Austausch dauern wird. Schnell hingegen reagierte man bei einem überflüssigen Schild, auf das ein Bürger hingewiesen hatte. Es schrieb die Fahrtrichtung „geradeaus“ auf der Ließemer Straße an einer Stelle vor, an der man nach baulichen Veränderungen nicht mehr abbiegen konnte. „Dass das weg ist, ist mir auch aufgefallen. Das machte ja eh keinen Sinn mehr“, meinte eine Bürgerin. Die Initiative von Bürgern ist durchaus gefragt.

Welches überflüssige Schild ist Ihnen aufgefallen? Schicken Sie Ihr Bild mit dem Standort des Verkehrszeichens und einer kurzen Beschreibung per E-Mail an godesberg@ga-bonn.de.