Landschaftsschutzverein Kottenforst

"Unser Kampf hat sich gelohnt"

SWISTTAL-BUSCHHOVEN. Der Vorsitzende des Landschaftsschutzverein Kottenforst freut sich über neuen Regionalplan, der keine Erweiterung der Flerzheimer Kiesgrube vorsieht.

"Unser langjähriger Abwehrkampf hat sich gelohnt, nicht nur für den Landschaftsschutzverein Kottenforst (LSK), sondern auch für die Bürger von Buschhoven besteht Grund zu großer Freude." Mit diesem Fazit kommentierte Gerd Pflaumer, stellvertretender LSK-Vorsitzender, auf der Mitgliederversammlung in Buschhoven die Herausnahme der von den Rheinbacher Kieswerken beantragten Erweiterung der Flerzheimer Kiesgrube um 23 Hektar bis auf 390 Meter an den südlichen Ortsrand von Buschhoven aus dem neuen Regionalplan der Bezirksregierung.

Die Arbeit für den LSK-Vorstand beim Thema Kiesabbau gehe jedoch weiter, zumal damit zu rechnen sei, dass die Kieswerke Rheinbach gegen die nunmehr zu erwartende Ablehnung ihrer Erweiterungspläne durch das Bergamt den Rechtsweg beschreiten werden. Pflaumer bedankte sich nachdrücklich bei den Regionalratsmitgliedern Brigitte Donie (CDU), Achim Tüttenberg (SPD) und Rudolf Finke (FDP), die stets ein offenes Ohr für die Argumente des LSK gehabt und sich im Regionalrat gegen die Erweiterung der Flerzheimer Kiesgrube eingesetzt hätten.

Auch mit Verwaltung und Rat der Gemeinde Swisttal habe man Seite an Seite gekämpft. In seinen Dank bezog Pflaumer auch den Heimat- und Verschönerungsverein Buschhoven und den Landschaftsschutzverein Vorgebirge ein. Besonders verdient um die inhaltliche Arbeit im LSK habe sich Monika Goldammer gemacht.

Sehr arbeitsreich für den Vorstand seien die letzten zwölf Monate gewesen. Mit Schreiben an Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die Mitglieder des Regionalrats, Stellungnahmen an die Bezirksregierung und das Bergamt, Teilnahme an Erörterungsterminen und Aktionen wie "Lasst den Kies, wo er ist" seien die Einwände des Vereins gegen die Erweiterung der Flerzheimer Kiesgrube öffentlich gemacht worden.

Kassenwart Harald Hoock konnte eine trotz hoher Ausgaben für diverse Fachgutachten eine positive Bilanz von Einnahmen und Ausgaben vorlegen.

In einer lebhaften Diskussion ging es vor allem um das mit dem Regionalplan beschlossene Monitoring, das heißt einer alle zwei Jahre stattfindenden Kontrolle der Abbaumengen hochreinen Quarzkieses. Die Versammlung war sich einig über die Notwendigkeit eines transparenten und nachvollziehbaren Verfahrens mit Plausibilitätskontrollen durch neutrale Experten.