Bürger und Politiker unzufrieden

Post soll Service in Buschhoven verbessern

Mehr Service und längere Öffnungszeiten bei der Post – hier ein Symbolbild – wünschen sich die Swisttaler Politiker für Buschhoven.

Mehr Service und längere Öffnungszeiten bei der Post – hier ein Symbolbild – wünschen sich die Swisttaler Politiker für Buschhoven.

Swisttal-Buschhoven. Dem FDP-Antrag schlossen sich alle Fraktionen an. Odendorfer Poststelle als Vorbild. Wunsch nach längeren Öffnungszeiten und mehr Dienstleistungen.

Seit vielen Jahren beschäftigt die Poststelle in Buschhoven Bürger und Kommunalpolitik, die sich immer wieder für deren Erhalt eingesetzt hatten.

Seit Ende 2015 ist wieder eine Poststelle der Deutschen Post eingerichtet in den Räumen der ehemaligen Schlecker-Filiale an der Alten Poststraße – mit unbefriedigendem räumlichen Zustand und unbefriedigendem Angebot. Deshalb hatten die Liberalen im September die Bürgermeisterin gebeten, bei der Deutschen Post darauf hinzuwirken, dass das Angebot „mindestens so umfangreich ist, wie das Angebot der Odendorfer Poststelle“.

Die Antwort der Post: es handele sich um eine sogenannte Interimsfiliale. Nach Schließung der Post-Partner-Filiale sei es nicht gelungen, in Kooperation mit einem Einzelhändler eine Folgelösung zu realisieren. Allerdings erfülle die Deutsche Post mit der jetzigen Lösung „voll umfänglich“ die Vorgaben der Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV), indem die Post die Räumlichkeiten angemietet habe und diese Postfiliale auch selbst betreibe. Eine Ausweitung des derzeitigen Dienstleistungsangebots und auch der Öffnungszeiten sei nur dann möglich, wenn ein Einzelhändler oder ein Gewerbetreibender gefunden werde, der die Postfiliale in seinen Räumlichkeiten betreiben würde.

Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner wies darauf hin, dass mit der Realisierung des „Dorv-Konzepts“ einer multifunktionalen Nahversorgung auch für die Poststelle eine Lösung erreicht werden könnte. Denn die Post schreibe selbst, dass es sich derzeit um eine Interimslösung handele.

Damit wollten sich auf intensives Drängen von Monika Wolf-Umhauer (FDP) aber alle Fraktionen im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss (HFB) nicht zufriedengeben. Sie folgten einstimmig dem FDP-Antrag, die Post aufzufordern, ihr Dienstleistungsangebot in Buschhoven mindestens mit dem klassischen Kerngeschäft wie Nachsende-/ Postlagerungsanträge, Paketverpackungen, Umschläge, Versandmaterial und so weiter zu ergänzen.

„Der Raum und das Personal in Buschhoven sind vorhanden, so dass der Post dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen“, führt die FDP weiter aus. „Im Gegenteil, die Post kann an derartigen Serviceleistungen nur gewinnen. Auch in seit Jahren provisorisch geführten Poststellen ist die Post ein Serviceanbieter für den Bürger. In diesem Fall für mehr als 5000 Einwohner von Buschhoven und Morenhoven.“