Alte Schätzchen in Swisttal

Oldtimer-Freunde Swisttal-Odendorf ziehen viele Besucher an

Swisttal-Odendorf. Rund 200 Besitzer von Oldtimern aller Art aus einem Umkreis von rund 120 Kilometern kamen mit ihren Vehikeln zur Schau der Oldtimer-Freunde Swisttal-Odendorf.

Die Rasenflächen des Industriegebietes in Odendorf wirkten ein bisschen wie ein Freilichtmuseum. Schon von weitem konnte man die lauten Motoren alter Traktoren hören und auf den Straßen kam einem das ein oder andere außergewöhnliche Fahrzeug entgegen. Zum zehnten Mal hatten die Oldtimer-Freunde Swisttal-Odendorf am Samstag und Sonntag das Treffen organisiert, das einmal jährlich stattfindet.

Rund 200 Besitzer von Oldtimern aller Art aus einem Umkreis von rund 120 Kilometern waren mit ihren Vehikeln gekommen. Viele von ihnen bewältigten diese Distanzen mit alten Traktoren, deren Spitzengeschwindigkeiten zwischen 20 und 30 Stundenkilometern liegen. Neben historischen Traktoren wurden noch viele weitere alte Fahrzeuge zur Schau gestellt, darunter Nutzfahrzeuge, Militärautos, Motorräder und Mopeds.

Hans-Günter Cramer, Vorsitzender der Oldtimer-Freunde, freute sich über das gut besuchte Treffen und das gute Wetter. Er selbst hegt eine Leidenschaft für alte Traktoren. „Ich habe Landwirt gelernt“, erzählt er. Die alten Fahrzeuge instand zu setzen sei etwas Besonderes. „Da muss man noch richtig mit Werkzeug dran arbeiten, nicht so wie bei den modernen Fahrzeugen, die alle mit einem Computer ausgestattet sind.“

In seinen Hanomag aus dem Jahre 1947 habe er mehrere Tausend Euro und mehr als 1000 Arbeitsstunden investiert. Der Traktor war eines der ältesten Fahrzeuge auf dem Treffen. Oft sei es schwierig, an originale Ersatzteile heranzukommen. Oft sei die Faszination für Oldtimer in den Familien verwurzelt. „Das Gen wird weitergegeben.“, so Cramer.

"Ein Hobby der ganzen Familie"

Auch seine Enkeltochter sei bereits Mitglied im Verein. „Das ist ein Hobby der ganzen Familie“, bestätigte auch Torsten von Sturm, der mit einem BMW aus dem 70er Jahren, einem Opel Kadett sowie mehreren Mopeds auf dem Treffen vertreten war.

Karl-Heinz Habeth aus Bornheim hatte ein altes Feuerwehrfahrzeug zu dem Treffen mitgebracht: einen Mercedes Benz 608 LPKF aus dem Jahre 1975. Der gelernte Kfz-Mechaniker interessiert sich „für alles, was mit Autos zu tun hat.“ Manchmal besucht er mit dem alten Löschfahrzeug auch Kindergeburtstage. Das löse jedes Mal Begeisterung aus.

Für die Militaria-Sammler spielt neben der Begeisterung für Autos und Technik auch das historische Interesse eine Rolle. Das älteste Fahrzeug, mit dem sie angereist waren, war eine Ambulanz aus den 50er Jahren, die im Korea-Krieg im Einsatz war. „So etwas hat auch nicht jeder,“ sagten sie.

Neben den ausgewiesenen Oldtimer-Freunden lockte das Treffen auch viele Schaulustige an.