Bildung in Swisttal

Immer mehr Schüler in Swisttal

SWISTTAL. Die neuen Baugebiete in Heimerzheim und Odendorf ziehen junge Familien an. Deshalb baut die Gemeinde Swisttal ihre Grundschulen aus.

Entgegen bisherigen Prognosen wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde Swisttal künftig ansteigen. Das ist das Fazit des Demografieberichts, den Anja Reinermann-Matatko vom beauftragten Fachbüro „biregio – Projektgruppe Bildung und Region“ in der gemeinsamen Sitzung von Schulausschuss und Planungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt hat.

„In den letzten Jahren kann eine sehr aktive Bautätigkeit beobachtet werden, die Wanderungssalden sind positiv“, hält sie in dem Bericht fest. Die jeweiligen Jahrgänge bei Kindern und Jugendlichen werden der Analyse nach zahlenmäßig mindestens stabil sein, je nach Stärke und Struktur von Zuwanderungseffekten sogar ansteigen. Wichtig bei dieser im Prinzip erfreulichen Zukunftsperspektive ist für die Gemeinde die Frage, ob die vorhandene Infrastruktur – sprich Schulgebäude – ausreicht.

Fraktionen beraten über den Entwurf

Sind im letzten Jahr auch neue Kindergartenplätze durch Neubau oder Erweiterungen der Einrichtungen geschaffen worden, muss in der Folge auch die schulische Infrastruktur überprüft werden. Deshalb hat sich biregio im Entwurf des Schulentwicklungsplans mit weiteren Gutachten und Prognosevarianten der Schülerzahlen und der Raumanalyse der Swisttaler Grundschulen sowie der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule gewidmet. Bis zur endgültigen Verabschiedung im März wird der Entwurf jetzt in den Fraktionen beraten.

Grundschule Buschhoven

In der Grundschule am Burgweiher in Buschhoven ist die Zahl von zwei Eingangsklassen in den letzten Jahren stabil gewesen. Allerdings ist für 2019/20 mit 62 Kindern eine Dreizügigkeit zu erwarten. Die Prognose der Gesamtschülerzahl an der Grundschule Buschhoven geht von einem Anstieg von 190 im aktuellen Schuljahr 2017/18 auf 203 im Schuljahr 2022/23 aus. Dieser Anstieg um etwa sieben Prozent würde eine Erweiterung der Zahl der zu bildenden Klassen von derzeit acht auf dann neun notwendig machen. Für diese dann etwas mehr als zweizügige Grundschule schlägt das Gutachten in Bezug auf den Raumbestand eine Umstrukturierung mit Mitnutzung der Ganztagsräume im Pavillon als Gruppenräume vor. Der Verwaltungsbereich aber weise gegenüber einem für einen gut ausgestatteten Verwaltungsbereich ausgelegten Raumprogramm ein Defizit von 61 Quadratmetern aus.

Grundschule Heimerzheim

„Sehr viel Dynamik“ macht Gutachterin Reinermann-Matatko in den nächsten Jahren für die Heimerzheimer Grundschule aus. Demnach wird für die Swistbachschule ein stärkerer Anstieg der Schülerzahlen prognostiziert: von 300 Schülern im aktuellen Schuljahr 2017/18 auf 411 Schüler im Schuljahr 2022/23. Der Anstieg der Schülerzahl um 37 Prozent spiegelt sich in einer größeren Zahl von Klassen wieder, nämlich von aktuell zwölf auf dann 17. Mit dem Anstieg der Schülerzahl in den Eingangsklassen sei dann die Fünfzügigkeit verbunden, derzeit sind es drei Züge. Um das Raumdefizit auszugleichen, wird der Ausbau des ungenutzten Dachraums zum Ganztagsraum und der Ausbau des Ganztags-Hausaufgabenraums im ersten Obergeschoss zum zusätzlichen Verwaltungsraum vorgeschlagen.

Grundschule Odendorf

Auch an der Grundschule am Zehnthof in Odendorf wird mit einem Schülerzuwachs gerechnet. Von aktuell 212 in diesem Schuljahr wird im Schuljahr 2022/23 die Schülerzahl von 245 prognostiziert, für die dann zehn Klassen gebildet werden müssen. Einzig ein stärkerer Jahrgang im Schuljahr 2020/21 werde die Bildung von elf Klassen erfordern. Um das berechnete Flächendefizit auszugleichen, wird eine Umstrukturierung und eine Dachaufstockung um drei große Räume vorgeschlagen.

Sekundarschule Heimerzheim

An der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule in Heimerzheim erwarten die Gutachter in den kommenden Jahren eine relativ konstante Schülerzahl mit durchschnittlich 493 Schülern bis 2022/23. Daraus ergebe sich in den kommenden Jahren die Bildung von 19 Klassen. Als Ausgleich des Raumdefizits von zwei Fach-/Mehrzweckräumen und einem Selbstlernzentrum wird mittelfristig der Einbau eines Selbstlern- und Beratungszentrums in das ehemalige Freiforum im Obergeschoss vorgeschlagen. Auch an der Sekundarschule macht das Gutachten Raumdefizite in der Verwaltung aus.