Konzert in Heimerzheim

Gemeinsam sind die Männer und Frauen klangstark

Musikalischen Herbstzauber bot die Chorgemeinschaft der Männergesangvereine aus Heimerzheim, Metternich und Bliesheim.

Musikalischen Herbstzauber bot die Chorgemeinschaft der Männergesangvereine aus Heimerzheim, Metternich und Bliesheim.

SWISTTAL-HEIMERZHEIM. Drei Männergesangvereine beschwören in der Heimerzheimer Aula den „Herbstzauber“. Ein Frauenchor bildet einen stimmlichen Kontrast.

Die Musik ist eine heilige Kunst, zumindest nach dem Festgesang, mit dem der Männergesangverein (MGV) Liederkranz Heimerzheim 1906 am Samstagabend sein Konzert in der Georg-von-Boeselager-Schule begann. Und diese Kunst gilt es auch in den klassischen Chorliedern zu bewahren. Da jedoch der MGV aus Heimerzheim das nicht mehr allein bewältigen kann, ist er schon seit einiger Zeit Teil einer Chorgemeinschaft mit den Männergesangsvereinen Eintracht Metternich 1949 und Concordia 1868 Bliesheim.

„Als Einzelchöre sind wir nicht mehr stark genug für ein Konzert“, bedauerte Günter Tappeser, der Vorsitzende des MGV Liederkranz. Doch als Gemeinschaft bringen es die drei Gruppen unter der Leitung von Oliver Scherer seit 2014 auf rund 30 Sänger. Geprobt wird an wechselnden Orten. Die Geselligkeit wird stets im Blick behalten, dadurch ist man auch menschlich zusammengewachsen. Vor allem aber bedeuten ausreichend Sänger einen satten Klang bei allen Arten von Liedern. Die Chorgemeinschaft sang unter dem Titel „Herbstzauber“ Chorklassiker wie „Die Abendglocken rufen“ oder „Am kühlen Morgen“. Außerdem gestalteten sie einen Teil des Programms mit Mundartliedern. Nach der Pause gab es eine Hommage an Udo Jürgens mit einem Medley seiner Hits „Aber bitte mit Sahne“, „Vielen Dank für die Blumen“ und „Mit 66 Jahren“.

Immer nur Männerstimmen – das wäre auf die Dauer etwas eintönig. Als Kontrast stand daher der Metternicher Frauenchor Femmes Vocales mit Chorleiterin Ursula Papon auf der Bühne. Sie sangen unter anderem Cat Stevens' „Morning has broken“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“, den die Comedian Harmonists bekannt gemacht hatten. Zwischenspiele von Oliver Scherer am Klavier und David Witsch am Saxofon rundeten den Abend harmonisch ab. Und selbst die Zuschauer in der gut besuchten Aula durften mitsingen. Ganz zum Schluss waren sie beim „Swisttaler Heimatlied“ gefordert, das Peter Euskirchen 1956 geschrieben hatte.