Entsorgungsunternehmen in Swisttal-Ollheim Feuerwehr nach Brand die ganze Nacht im Einsatz

Swisttal. Wegen eines Feuers mit starker Rauchentwicklung bei einem Entsorgungsunternehmen in Swisttal-Ollheim war am Samstagnachmittag Rauchgasalarm ausgerufen worden. Die Löscharbeiten zogen sich bis zum Sonntagmorgen.

Wegen eines Feuers mit starker Rauchentwicklung bei einem Entsorgungsunternehmen in Swisttal-Ollheim ist am Samstagnachmittag Rauchgasalarm ausgerufen worden. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer, erst am frühen Sonntagmorgen war der Brand gelöscht. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Die Brandursache ist noch unklar.

Um 16.44 Uhr war die Feuerwehr am Samstag alarmiert worden. Im Außenbereich des Entsorgungsunternehmens Hündgen in Ollheim brannten mehrere Ballen mit Plastik lichterloh. Über dem Gelände stand eine riesige schwarze Rauchwolke, die weithin sichtbar war. Da zunächst nicht klar war, ob von dem schwarzen Qualm eine Gefahr ausgehen könnte, wurde in den umliegenden Orten die Warnsirene ausgelöst. Die Feuerwehr hatte die Bewohner im direkten Umkreis des Geländes an der Peterstraße gebeten, sofort in ihre Häuser zu gehen und Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten.

Neben der Geruchsbelästigung wurde vor einem Rauchniederschlag gewarnt, auch gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten zunächst nicht ausgeschlossen werden, hatte es in der ersten Warnung der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes – kurz Nina – geheißen. Daher wurden Messgruppen des Rhein-Sieg-Kreises angefordert. „Die Messungen fanden nicht nur in Swisttal selbst statt, es wurde auch an der Grenze zu Meckenheim und Alfter gemessen“, so Christian Klein, Sprecher der Swisttaler Feuerwehr. Dabei habe sich dann allerdings glücklicherweise herausgestellt, dass keine erhöhten Messwerte zu verzeichnen waren. Dementsprechend konnte am späten Samstagnachmittag Entwarnung gegeben werden. Derweil versuchten die Löschzüge der Gemeinde weiter, unterstützt von Einsatzkräften aus Euskirchen sowie der Bornheimer Drehleiter, die meterhoch flackernden Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

Da alle Swisttaler Kräfte im Einsatz waren, stellten die Kollegen aus Rheinbach den Grundschutz sicher – standen also bereit, wäre in Swisttal ein weiterer Einsatz hinzukommen. Gegen 18 Uhr hatten die Wehrleute etwa die Hälfte des Brandes unter Kontrolle. Aber erst am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr konnte der Einsatz beendet werden, denn die Einsatzkräfte mussten verschiedene Glutnester noch löschen. Über die Brandursache konnte die Feuerwehr am Sonntag nichts sagen, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Höhe des Schadens ist bislang unbekannt.

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