Kommentar zum L182-Ausbau

Endlich wird saniert

Werner Engels ist der Projektleiter beim Landesstraßenbauamt für die Sanierung der L 182.

Werner Engels ist der Projektleiter beim Landesstraßenbauamt für die Sanierung der L 182.

Swisttal. Witze, die die Bauzeit der L182 und die des Kölner Doms vergleichen, sind übertrieben aber drücken den Frust vieler Autofahrer aus, kommentiert Hans-Peter Fuß.

Der Bau des Kölner Doms sei schneller vonstatten gegangen als die Sanierung der L 182. Mag dieser Witz, der in Swisttal und Bornheim über die nahezu unendliche Geschichte dieses Straßenbauprojekts kursiert, angesichts der 632-jährigen Bauzeit der Kathedrale auch ein wenig übertrieben sein – so drückt sich darin doch der Frust unzähliger Autofahrer über die Tatsache aus, dass die längst fällige Sanierung immer wieder aufgeschoben wurde. Dabei liegen die Pläne seit Jahren vor. Die Landespolitik priorisierte allerdings lange andere Projekte. Und nicht jede Maßnahme kann von jetzt auf gleich realisiert werden.

Nun hat sich ausgezahlt, dass die Politik in der Region mit der früheren Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager an der Spitze langen Atem bewiesen hat. Auch die Euskirchener Niederlassung des Landesstraßenbauamtes hat in Düsseldorf Druck gemacht, um endlich bauen zu können.

Die gute Nachricht hat aber auch ihre schlechten Auswirkungen. Ab Juli werden die Autofahrer, die von Swisttal in den Bornheimer Raum und zurück wollen, einen Umweg in Kauf nehmen müssen. Viel mehr Verkehr müssen die Bewohner von Rösberg ertragen, wenn das Umleitungskonzept des Straßenverkehrsamtes die Zustimmung der Behörden findet. Eine Alternative scheint leider nicht in Sicht. Immerhin werden Lastwagen über die Autobahnen umgeleitet.

Leider beinhaltet die Planung keinen Radweg. Der ist aber angesichts des Verkehrsaufkommens auf der L 182 dringend notwendig. Auch dann, wenn die fertige Landstraße von sechs auf 6,50 Meter verbreitert wird. Höchste Zeit also, jetzt zügig an die Planung eines Radwegs zu gehen.