Bahnhofsumfeld Odendorf

Debatte um Bäume sorgte für Aufregung

SWISTTAL. In der Sitzung des Swisttaler Planungsausschusses ist erstmals eine Zuhörerin des Saales verwiesen worden. Ausschuss-Vorsitzende Gertrud Klein griff nach dreimaliger Ermahnung wegen Zwischenrufen zu dem Mittel. Für Aufregung hatte die Debatte um den teils 100 Jahre alten Baumbestand im Bahnhofsumfeld Odendorf gesorgt.

Das gesamte Areal wird städtebaulich aufgewertet. Es entstehen Wohnhäuser, ein Seniorenheim, neue Park & Ride-Parkplätze, Kurzhaltezonen und Taxiplätze sowie eine Unterführung. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude hat bereits eine Pizzeria eröffnet. Im Zuge der Maßnahme sollen etliche Bäume gefällt werden. Dagegen hat eine Initiative mehr als 600 Unterschriften von Bürgern gesammelt.

Im Ausschuss berichtete Planer Michael Reepel, dass 87 Bäume gefällt und 67 neu gepflanzt werden sollen. Ernst Ostermann (SPD) räumte Fehler des Ausschusses ein: "Wir sind am Anfang zu radikal vorgegangen. Es ist richtig, dass jetzt noch einmal nachgedacht und Bäume erhalten werden."

Völlig auf den Kopf stellen könne man die Planung allerdings nicht, betonte die Beigeordnete Petra Kalkbrenner. Immerhin gebe es Fördermittel für die Unterführung und die Park & Ride-Anlage. Bürgermeister Eckhard Maack mahnte gar, er werde jeden Beschluss beanstanden, der die Planung gefährde.

Der Mit-Initiator der Unterschriften-Aktion und Sachkundige Bürger der Grünen, Norbert Phiesel, regte die Einrichtung eines Runden Tisches an. In der nächsten Ausschuss-Sitzung am 15. November wird über das Ergebnis berichtet.