Trauer um Karl Winter

Bildhauer schuf Werke für Kirchen der Region

REGION. Der Limburger Bildhauer Karl Matthäus Winter ist tot. Wie der GA jetzt erfuhr, ist der Künstler, dessen Werke an vielen Orten in der Region zu sehen sind, bereits am 19. September im Alter von 79 Jahren gestorben. Seine bedeutendsten Arbeiten in der Region findet man in der Kirche Sankt Katharina in Buschhoven.

 Dazu zählen beispielsweise der Altar aus portugiesischem Estremoz-Marmor (1970), die Sakramentsstele (1970/80), das Taufbecken (1971) und der Ambo (1972). Die Marienstele folgte 1975 aus Peperino rosso (italienischem Tuffstein) und Estremoz-Marmor. Außerdem stammen das Taufbecken in Sankt Franziskus in Bonn, die Figur des Sankt Benedikt in der Abteikirche Siegburg, der Taufbeckendeckel in der Sankt-Sebastian-Kirche in Bornheim-Roisdorf und das Bronzeportal der romanischen Kirche Sankt Andreas in Köln von ihm.

Winter wurde im Jahr 1932 in Worms geboren. Von 1947 bis 1950 erhielt er eine erste Ausbildung in der Keramik-Werkstatt seines Vaters. Es folgten von 1951 bis 1954 ein Studium der Bildhauerei, unter anderem bei Emy Roeder an der Landeskunstschule Mainz, und von 1954 bis 1957 ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Ewald Mataré. Ab 1957 arbeitete Winter als freischaffender Künstler in Limburg/Lahn.