Sankt Martinus Ollheim

Bezirksregierung unterstützt Orgelsanierung

SWISTTAL-OLLHEIM. Einen kräftigen Zuschuss zu den Kosten für die Sanierung der historischen Orgel von Sankt Martinus hat die Bezirksregierung Köln bewilligt. Wie Heiner Meurs vom Kirchenvorstand erklärte, seien 25.000 Euro mit dem entsprechenden Bewilligungsbescheid zugesichert.

Weitere Zuschuss-Anträge beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) und beim Bundesministerium für Medien und Kultur seien gestellt. Ziel sei, etwa die Hälfte der auf 150.000 Euro geschätzten Sanierungskosten aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren, die andere Hälfte sollen sich Erzbistum Köln und Kirchengemeinde teilen, so Meurs. Bislang habe die Kirchengemeinde selbst schon rund 13.000 Euro durch Spenden und Sammlung zusammengebracht.

Wie berichtet, ist die Orgel, die seit 1806 auf der Empore der Ollheimer Pfarrkirche steht, rund 250 Jahre alt. Erbaut wurde sie zwischen 1760 und 1780 für das damalige Kloster Schillingscapellen und kam nach dessen Säkularisierung als Geschenk in die Ollheimer Kirche. Das Instrument ist zum großen Teil noch im Originalzustand, war aber reparaturbedürftig.

Deshalb wurde die Orgel teilweise abgebaut, um im Bonner Orgelbau-Unternehmen Klais wieder aufgebaut und restauriert zu werden. Laut Gutachten des Orgelsachverständigen der Erzdiözese Köln, Adolf Fichter, sind unter anderem der Einbau neuer Raster für die Kupferpfeifen C-H des Registers Gamba 8 sowie die Überarbeitung des zum großen Teil historischen Pfeifenwerks mit Beheben der Schäden vornehmlich an den Stimmvorrichtungen notwendig.

Bei der Vorbereitung des Abbaus hatte Hans-Wolfgang Theobald von der Firma Klais die Vermutung geäußert, dass das Instrument möglicherweise von Christian Ludwig König aus der bekannten Orgelbauerfamilie König erbaut worden sein könnte.