Ortskernentwicklung in Swisttal

Bürgerbefragung in Buschhoven startet am Montag

Einkaufsmärkte sind, wie hier am Fienacker in Buschhoven, vielerorts eher an der Peripherie der Orte zu finden.

Einkaufsmärkte sind, wie hier am Fienacker in Buschhoven, vielerorts eher an der Peripherie der Orte zu finden.

SWISTTAL-BUSCHHOVEN. Ab Montag findet die Bürgerbefragung in Buschoven statt. Interviewer gehen dann von Haus zu Haus. Die Ergebnisse werden dem Ausschuss voraussichtlich am 29. November 2018 vorgestellt.

Der nächste Schritt in der Bürgerbeteiligung zur Ortskernentwicklung Buschhoven ist terminiert: Ab dem 16. Juli bis zum 14. September werden die Buschhovener im Rahmen der Haushaltsbefragung die Gelegenheit haben, sich mithilfe einheitlicher Fragebögen zu Details der Nahversorgung im Ort zu äußern. Für die Befrager aus der Bürgerschaft selbst gibt es im Vorfeld am 12. Juli eine Info-Veranstaltung zu Vorgehensweise und Materialien, bei der die Fragebögen ausgegeben werden.

Damit auch tatsächlich nur die Anzahl der Fragebögen zurückkommen, die an die Haushalte ausgegeben wurden, wird jeder einzelne Fragebogen speziell gekennzeichnet. Das erklärten in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses für die Gemeindeverwaltung Cindy Rensch, Städteplanerin im Fachbereich Gemeindeentwicklung, und Fachbereichsleiter Jürgen Funke, die den Prozess begleiten.

Zwischen September und Oktober sollen die Fragebögen ausgewertet und die Ergebnisse voraussichtlich dem Ausschuss in seiner Sitzung am 29. November 2018 vorgestellt werden.

Was muss es in Buschhoven künftig in der Nahversorgung geben, um den Ortskern lebendig zu erhalten und es den Bewohnern zu ermöglichen, im besten Fall lebenslang im Ort und in ihrem gewohnten sozialen Umfeld bleiben zu können? Ob Dienstleistungen, regionale Lebensmittel, Nachbarschaftshilfe oder Treffpunkte – die Bürger sollen in dem offenen Beteiligungsprozess mitbestimmen, welche Angebote nach dem Motto „Alles unter einem Dach“ in einem multifunktionalen Nahversorgungszentrum für Buschhoven entwickelt werden sollen.

Zukunftsfragen überzeugend beantworten

Denn nur dann, wenn die Bürger als Fachleute in eigener Sache beteiligt werden, können diese zentralen Zukunftsfragen überzeugend und belastbar beantwortet werden. Wie berichtet, hat die Gemeinde Swisttal als professionellen Begleiter dieses Prozesses das Planungsbüro Dorv-Zentrum aus Jülich beauftragt. Als Ortskern wird hierbei nicht nur der zentrale Toniusplatz definiert, sondern darüber hinaus die benachbarten Bereiche um den Burgweiher und Alte Poststraße. Aber ohne die Eigentümer, die bereit sind, sich an Entwicklung und Veränderung in dem Bereich zu beteiligen, wäre nichts möglich.

Nach laut Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und Dorv-Geschäftsführer Heinz Frey durchweg positiven Signalen der Eigentümer im Vorfeld, wurde der Beteiligungsprozess zur Ortskernentwicklung gestartet. Dass die Buschhovener selbst auf jeden Fall bereit sind, sich einzubringen und sich zu engagieren, zeigte das enorm große Interesse an der Bürger-Info-Veranstaltung Anfang Juni.

An die 200 Bürger waren in den Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde gekommen und hatten rege von der Abfrage ihrer Wünsche und Ideen zu den Bereichen Lebensmittel, Dienstleistungen, Kulturangebot, Kommunikation und sozialmedizinische Versorgung Gebrauch gemacht. Im Anschluss hatte sich ein Kreis von Bürgern zusammengefunden und in einem Workshop unter der Leitung der beiden Dorv-Geschäftsführer Heinz Frey und Christian Klems den Fragebogen zur Bürgerbefragung vorbereitet.