Baumschutz im Wald

Zaun in Rheinbach schützt Setzlinge

Im Rheinbacher Wald oberhalb des Waldfriedhofes wurden zwei Waldstücke umzäumt. Bild wurde mit einem "Panorama-Effekt" aufgenommen, daher die Verzerrung.

Im Rheinbacher Wald oberhalb des Waldfriedhofes wurden zwei Waldstücke umzäumt. Bild wurde mit einem "Panorama-Effekt" aufgenommen, daher die Verzerrung.

Rheinbach. Im Rheinbacher Stadtwald schützen gleich mehrere Holzzäune junge Bäume vor dem Verbiss durch Rehe und andere Wildtiere.

Rehe sind Feinschmecker, würde der Laie sagen. Der Fachmann nennt sie hingegen hinsichtlich ihrer Nahrungsaufnahme Konzentratselektierer. Das heißt, sie fressen gerne junge Triebe, Blüten und zarte Blätter. Was den Rehen schmeckt, tut dem Wald nicht gut.

Der Verbiss durch Rehwild beeinträchtigt die Verjüngung und den „Umbau“ des Waldes mit hitzeresistenten Baumarten, den die Forstämter auch als Folge des Klimawandels einleiten. Werden Terminaltriebe abgebissen, wächst die Pflanze nicht mehr weiter.

Um die jungen Bäume zu schützen, hat die Stadt Rheinbach in ihrem Stadtwald jetzt sechs Flächen umzäunt. Und zwar mit Zäunen aus eigenem unbehandelten Holz. Es stammt aus den Fichtenbeständen, die wegen des Befalls mit Borkenkäfern gefällt werden mussten und nicht mehr zu vermarkten waren. Die Zäune müssen nicht abgebaut und entsorgt werden. Wenn sie ihre Funktion erfüllt haben und aus den jungen Bäumen kräftige Stämme geworden sind, können die Zäune verrotten. Das Foto wurde mit einem „Panorama-Effekt“ aufgenommen, daher die Verzerrung.