Interview mit Heinz Haubrichs

Veranstalter zieht positive Bilanz zu Rheinbach Classics

Vorsitzender der Rheinbach Classice: Heinz Haubrichs, hier mit seinem Alfa Spider 2 Liter.

Vorsitzender der Rheinbach Classice: Heinz Haubrichs, hier mit seinem Alfa Spider 2 Liter.

Rheinbach. Heinz Haubrichs, Chef des organisierenden Vereins, zieht Bilanz der Rheinbach Classics 2018 und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Erstmals organisierte ein neues Team das Event in Rheinbach.

Die 13. Auflage der Rheinbach Classics ist am Wochenende über die Bühne gegangen. Über die Bilanz der renommierten Veranstaltung rund um Musik, Motoren und Petticoats sprach GA-Autorin Gerda Saxler-Schmidt mit dem Vorsitzenden des eingetragenen Vereins, Heinz Haubrichs.

Die Rheinbach Classics haben im vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden von wichtigen Akteuren wie Jens Hoffmeister und Bernd Althausen auf der Kippe gestanden. Ist es in diesem Jahr gelungen, das aufzufangen?

Heinz Haubrichs: Natürlich nicht ganz. Das wäre auch vermessen. Jens Hoffmeister war immerhin von Anfang an und Bernd Althausen auch viele Jahre dabei, die kann man nicht aus dem Stand heraus ersetzen. Aber die Neuen haben sich reingekniet und eine super Arbeit gemacht. Wenn alle, die jetzt dabei sind, bei der Stange bleiben, bin ich für die Zukunft zuversichtlich.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Besuch allgemein und speziell bei den Musikveranstaltungen, die eintrittspflichtig waren?

Haubrichs: Insgesamt sind wir mit dem Besuch sehr zufrieden. Natürlich wünscht man sich immer mehr, bei all der Arbeit, die man das ganze Jahr über hineinsteckt. Denn es ist schön, wenn man ein finanzielles Polster hat. Dieses Jahr würde ich mich über eine Schwarze Null freuen, bin aber skeptisch.

Haben Sie denn ein finanzielles Polster?

Haubrichs: Ja, wir haben uns über die 13 Jahre ein Polster zugelegt, alles andere wäre fatal. In den ersten beiden Jahren hatten wir Verluste, dann hatten wir einige wirklich gute, durch die wir uns ein Polster angeschafft haben. Wir könnten damit zwei schlechte Jahre überstehen.

Es gab ja in diesem Jahr aus personellen Gründen erstmals keine Rallye, sondern eine geführte Ausfahrt. Wie war denn die Resonanz bei den Teilnehmern der Ausfahrt?

Haubrichs: Sehr durchwachsen. Das ging vom dicken Lob und Begeisterung bis zur maßlosen Enttäuschung. Einige hatten die Ausschreibung nicht richtig gelesen und waren sehr enttäuscht, dass es keine Rallye gab.

Gab es nicht Bedauern aus den Dörfern wie Irlenbusch, dass es dort in diesem Jahr mangels Rallye auch keine Stempelstation gab?

Haubrichs: Das weiß ich noch gar nicht. Das ist tatsächlich suboptimal gelaufen. Wir hätten die Ortschaften besser und frühzeitiger informieren müssen, dass wir in diesem Jahr diese Änderung hatten. Das ist aber leider niemandem aufgefallen.

Machten diese Stationen nicht den besonderen Charme der Rheinbach Classics aus?

Haubrichs: Unzweifelhaft: Ja. Ich weiß, dass das immer sehr beliebt war. Unmittelbar nach der Veranstaltung wird die Arbeitsgemeinschaft eine Nachbetrachtung machen. Die anderen AGs werden das zeitversetzt kurz danach auch machen. Dann versuchen wir eine Lösung für das kommende Jahr zu finden. Es haben sich schon spontan Teilnehmer bereit erklärt, bei der Organisation einer Rallye mitzumachen.

Thema ist nach wie vor die Sicherheit. Hat ihr Konzept funktioniert?

Haubrichs: Auf jeden Fall. Insgesamt bin ich froh, Jens Großkopf als Rettungsingenieur dabei zu haben. Das gibt uns ein sicheres Gefühl. Er kümmert sich fachkompetent um alles, was sicherheitsrelevant ist. Auch mit der Security, die mit insgesamt 80 Mitarbeitern im Einsatz war, haben wir ein zuverlässiges Unternehmen. Die Freiwillige Feuerwehr war mit insgesamt 100 Kräften dabei und 35 weitere im Rettungs- und Sanitätsdienst sowie rund 150 eigene und Helfer aus den Vereinen. Neu in diesem Jahr war auf Wunsch der Feuerwehr die Beschilderung der Hauptfluchtwege.

Gab es besondere Schwierigkeiten in diesem Jahr?

Haubrichs: Keine unüberwindbaren. Es gab ein paar Beschwerden, aber über Nichtigkeiten.

Haben Sie schon einen Top-Act für die Legends in Concert 2019 im Visier?

Haubrichs: Nein, noch nicht. Ich habe zwar am Freitagabend mit der Agentur gesprochen. Aber man muss schauen, wer gerade auf Tournee ist. Bonnie Tyler war in diesem Jahr die richtige Wahl. Mit Bosstime und One Louder war es eines der besten Freitagabendkonzerte in zehn Jahren. Rund 2500 Karten haben wir verkauft. Es hätte trotzdem besser sein können. Aber Rheinbach ist für den Kartenverkauf ein schwieriges Pflaster. Da fängt es schon an, dass man sich am Freitag über eine Schwarze Null freut. Vom Gesamtbudget her macht der Freitagabend durch die Gagen einen großen Teil aus. Aber man muss das Gesamtkonzept sehen.

Haben Sie Änderungspläne für die nächsten Rheinbach Classics?

Haubrichs: Keine konkreten. Überdenken werden wir die Ausfahrt am Samstag. Da ist unser klares Bestreben, wieder eine Rallye anzubieten, wenn wir sie denn organisiert bekommen.