Sport und Stadtentwicklung

Stadtsportverband und Rheinbach beschließen Kooperation

Ein anspruchsvolles Bewegungsprogramm bot der Stadtsportverband bei „Sport im Park“ im Rheinbacher Freizeitpark an.

Ein anspruchsvolles Bewegungsprogramm bot der Stadtsportverband bei „Sport im Park“ im Rheinbacher Freizeitpark an.

RHEINBACH. Der Breitensport soll in Rheinbach als umfassendes Angebot für alle Einwohner sowie alle Altersgruppen gefördert werden. Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei das besonders wichtig, ist sich die Politik sicher.

Der Stadtsportverband und die Stadt Rheinbach stellen ihre Beziehung auf eine schriftliche Basis. Einstimmig beschloss der Bildungs- und Sportausschuss während seiner jüngsten Sitzung eine Kooperationsvereinbarung. Deren Ziel ist es, „die Sportentwicklung in Rheinbach als integralen Bestandteil der Stadtentwicklung zu fördern und zu entwickeln und damit die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit zu vertiefen“, wie es in dem Beschluss heißt.

Stadtsport-Vizechef Dieter Schmidt äußerte sich „froh darüber, dass die Kooperationsvereinbarung ausgewogen formuliert ist“, wie er sagte. Man wolle die Sportstadt Rheinbach „weiter nach oben bringen“. Laut des Kontrakts soll der Breitensport als umfassendes Angebot für alle Einwohner sowie alle Altersgruppen gefördert werden. Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei das besonders wichtig.

Ebenso werde der Leistungssport durch die Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund unterstützt. Als zentrale Anliegen werden weiterhin die Inklusion und die Integration aufgeführt. Menschen mit sozialen Benachteiligungen, Handicaps, Ältere, Bildungsferne und solche mit Zuwanderungsgeschichte werden besonders in den Blick genommen.

Gedankenaustausch zweimal im Jahr

Die Rolle des Sports bei Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation werde unterstützt. Vereinsführungen und Übungsleitungen sollen aus- und fortgebildet werden. Zu den Grundsätzen der Kooperation gehörten die Wahrung und Stärkung der Autonomie des Sports. „Die kommunale Planungs- und Verwaltungshoheit der Stadt bleibt unberührt“, heißt es in dem Kommuniqué. Zweimal im Jahr wollen beide Seiten Gedanken austauschen und sich auch organisatorisch vernetzen. Das alles stehe allerdings „unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit“.

Die Stadt informiert den Sportbund, sollten „finanzielle Schlechterstellungen absehbar vorgesehen sein“, ist in der Vereinbarung festgelegt. Stadt und Verband verstehen sich gemäß der Vereinbarung als Partner bei der Suche nach Antworten auf sportpolitische Fragen. Die Schaffung und Weiterentwicklung von Sporträumen und -stätten ist vorrangig Aufgabe der Stadt, heißt es weiter. Der Verband soll dabei auf neue Entwicklungen hinweisen.

Bei der Vergabe von Sportstätten rangiert der Verband gleich hinter Schulen und Kindergärten. Seine Mitgliedsvereine genießen dabei Vorrang vor allen anderen Nachfragern. Sportfördermittel von Bund oder Land werden vorrangig für kommunale Sportstätten, deren Sanierung, Modernisierung, Ausstattung und Neubaumaßnahmen eingesetzt. „Sie können auch entsprechend für vereinseigene Sportstätten verwendet werden“, ist in dem Vertragswerk nachlesbar. Als besonderes Anliegen wird die Sportlerehrung genannt. Die Vereinbarung soll bis zum Jahr 2023 gelten und dann fortgeschrieben werden.