Kostenloses Sportangebot bis Ende Juni

"Sport im Park" gibt es nun auch in Rheinbach

Rheinbach, Freizeitpark. Auftaktveranstaltung von Sport im Park mit Full Body Workout und Trainerin Jennifer Sabel. Tochter Emily macht fleißig mit.

Rheinbach, Freizeitpark. Auftaktveranstaltung von Sport im Park mit Full Body Workout und Trainerin Jennifer Sabel. Tochter Emily macht fleißig mit.

Rheinbach. Die Reihe „Sport im Park“ hat Premiere in Rheinbach gefeiert. Täglich kann man von montags bis freitags jeweils zwischen 18.00 und 19.00 Uhr bei unterschiedlichen Sportarten schwitzen. Das Angebot ist kostenlos.

„Die Beine leicht spreizen, in die Hocke gehen und so bleiben“, ruft Jennifer Sabel mit lauter Stimme den rund 60 Frauen und Männer auf der Bewegungswiese im Rheinbacher Freizeitpark zu. Zu Pop-Musik mit Tanzstimmung führen die Damen – nur fünf Herren sind dabei – in Sportdress die Anweisungen der Trainerin aus.

Die Auftaktveranstaltung von „Sport im Park“ brachte am Montag wesentlich mehr Resonanz, als die Organisatoren um Stadtsportchef Karl-Heinz Carle und seinem Vize Dieter Schmidt ursprünglich gedacht hatten. Der Stadtsportverband hat die Aktion in Kooperation mit der Barmer Ersatzkasse und der Stadt Rheinbach im 40. Jahr des Freizeitparks auf die Beine gestellt.

Im Rhythmus der Musik bewegten sich die Rheinbacher fast eine Stunde lang ununterbrochen – mal wurden die Beine bis zum Kinn gezogen, mal in der Seitenlage auf dem Rasen langsam auf- und abbewegt. Das sogenannte Full Body Workout mit Elementen des Aerobics samt Dehnung vermittelte am Montag die lizenzierte Trainerin des Rheinbacher Turnvereins (RTV). Noch bis Freitag, 28. Juni, können Interessierte von Montag bis Freitag, zwischen 18 und 19 Uhr, täglich unterschiedliche Sportarten kostenlos trainieren.

Nach Bonn (2015), Euskirchen (2016) und Bad Münstereifel (2019) ist die Glasstadt nun die vierte Station der Barmer, in der Sport für jedermann im öffentlichen Raum angeboten wird.

„Wir waren davon überzeugt, dass Rheinbach eine sehr sportliche Stadt ist. Viele haben aber nicht genügend Zeit, sich sportlich gesund zu betätigen. Dieser Auftakt mit über 60 Mitmachern übertrifft unsere Erwartungen“, freuten sich Barmer-Regionalgeschäftsführer Guido Otten und Projektleiterin Michaela Buchert-Carsten.

Trainer des RTV oder des Breitensportvereins Rheinbach gestalten Sportstunde

Auch ein durchtrainierter Volleyballer wie Benedikt Immekus kam bei den Bein- und Armbewegungen kräftig ins Schwitzen. „Das sind zum Teil schon andere Bewegungen als bei meinem Sport. Ich finde es ziemlich anstrengend, in die Knie zu gehen und die Bewegung zu halten. Auch die Übungen für die Schulter sind für jemanden mit Bürojob ungewohnt“, sagte der der junge Sportler.

Mit Begeisterung dabei war auch die dreijährige Emily, die jede Bewegung ihrer Mutter Jennifer Sabel so gut es ging nachahmte. In die Knie, in Seitenlage ein Bein anheben, dann wieder schnell laufen, die Beine nacheinander anwinkeln – für die meisten Teilnehmer waren die Übungen kein Problem. „Wir machen seit Jahren dreimal in der Woche Zumba. Das hier wollten wir nur mal ausprobieren“, sagten Ursula Tolls und Karin Pietsch, „denn Sport im Freien ist immer schöner.“

Jeden Abend, bis auf Mittwoch, werden zwei lizenzierte Trainer des RTV oder des Breitensportvereins Rheinbach (BSV) die Sportstunde gestalten. Mittwochs ist die Rheinbacher Tanzschule „Tanzwelle“ an der Reihe. Dann stehen nach einer Aufwärmphase Gesellschaftstänze wie Rumba und Wiener Walzer auf dem Programm. „Dabei geht es nicht um Paartanz. Alle Tänze kann man auch alleine tanzen. Das werden wir hier machen“, erklärte Geschäftsführerin Susanne Weier.

Für Dieter Schmidt vom Stadtsportverband bietet „Sport im Park“ auch Marketingchancen. „Wir können nun als Stadtsporverband die Qualität des örtlichen Sportangebots zeigen und deutlich machen, dass selbst Sportarten wie Jiu Jitsu/Judo erlernt werden können.“