zdi-Projekttag

Rheinbacher Schüler lernen Gefahren des Feuers kennen

Rheinbach. Der Brandschutz stand im Zentrum des Rheinbacher zdi-Projekttages an den Rheinbacher Schulen. Die Feuerwehr gab wichtige Hinweise weiter.

Das Thema „Feuer“ stand jetzt im Mittelpunkt des Unterrichts an Rheinbacher Schulen. Dabei beschäftigten sich die Schüler beim zdi-Projekttag („Zukunft durch Innovation“) mit den Grundlagen des Brandschutzes, bauten einen Feuerlöscher nach, erlebten falsche Löschmethoden und simulierten einen Vulkanausbruch.

Im Einsatz waren an einigen Schulen auch zwölf Wehrkameraden der Rheinbacher Feuerwehr, die die Grundlagen des Brandschutzes erklärten und hier und da feuertechnische Experimente durchführten. „Wenn es schon um das Thema Feuer geht, sind wir die richtigen Ansprechpartner“, erklärte Feuerwehrmann Axel Sermann, der in der Sürster Grundschule die Gefahr einer Fettbrandexplosion mit einem Experiment verdeutlichte. Mitten auf dem Schulhof hinter einer abgesperrten Zone hatte der Brandexperte Speiseöl in einen Behälter gegeben, diesen erhitzt und dann mit Wasser gelöscht.

Mit großen Augen beobachteten 250 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Klasse, was nun passieren wird. „Meine Schuhe sind ganz warm geworden“, ruft die sechsjährige Kübra plötzlich. Ihr Klassenkamerad hat sich zwar ein wenig erschrocken, findet den Versuch aber einfach nur „geil“. „Wasser und Öl haben mit 100 beziehungsweise 170 Grad Celsius unterschiedliche Siedegrade. Da das Öl heißer als siedendes Wasser ist, verdampft zugegebenes Wasser schlagartig. Dadurch wird das brennende Fett mit dem Wasserdampf aus dem Behälter gerissen“, erklärt Sermann seinen jungen Zuhörern.

Tim (9) und Levi (9) von der 4b der katholischen Grundschule Wormersdorf sind mit ihren Klassenkameraden zu Gast am Erzbischöflichen St. Josef Gymnasium. Sie erfahren, dass Feuer auch als Antrieb genutzt werden kann. Hochkonzentriert verfolgen sie in einem Wasserbehälter ihre aus Styropor selbst gebastelten Schiffe, auf denen ein brennendes Teelicht steht. Das darüber befestigte Ei ist mit Wasser gefüllt und wird allmählich erhitzt. Das Wasser siedet. Der Wasserdampf, der dabei entsteht, braucht viel mehr Raum als das Wasser, aus dem er entsteht. Da das Loch im Ei sehr klein ist, kann er nicht entweichen, der Druck im Inneren des Eis wird größer.

Wenn der Dampf durch das kleine Loch allmählich entweicht, gibt es einen Rückstoß, und das Schiff bewegt sich. „Das Basteln fand ich schon cool. Ich glaube, ich werde das Experiment noch einmal zu Hause wiederholen“, sagt Levin. Dana beschwert sich, dass ihr Schiff nicht geradeaus fährt. „Dein Schiff hat Schlagseite. Es ist nicht richtig ausgeschnitten. Setz einen Nagel in die Seite“, erklärt Chemielehrerin Cornelia Otremba, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Patricia Schäfer die jungen Gäste wissenschaftlich betreut. Als Helferinnen sind auch neun Schülerinnen der neunten Klasse dabei, die hier und da den Besuchern beim Schneiden helfen und den Sachverhalt erklären.

Kreativ war auch die 3a der katholischen Grundschule St. Martin. Als zertifizierte Naturparkschule nutzte Klassenlehrerin Ute Gerhartz die Gelegenheit, um den Projekttag im Naturparkzentrum zu verbringen. Unter dem Thema „Das Feuer unter unseren Füßen“ simulierten die jungen Naturwissenschaftler – nach einer theoretischen Einführung über Kontinentalplatten und die Entstehung von Vulkanen – selbst einen Lavaausbruch. Fachgerecht bauten die kleinen Wissenschaftler einen Papierkegel, stellten in die Mitte eine Flasche und füllte diese mit einem Gemisch aus Backpulver, Essig und Lebensmittelfarbe. Es gab einen Knall, und die Lava strömte herab.