Nach dem Feuer im Kindergarten

Rheinbacher Kinder rücken nach Brand näher zusammen

Rheinbach. Mit David Chakrabarty, dem Ersten Vorstand der Elterninitiative Waldkindergarten Rheinbach, sprach Axel Vogel über den Brand und die Folgen.

Herr Chakrabarty, wie haben Sie von dem Brand erfahren?

David Chakrabarty: Ich hatte mit meinen Kindern ferngesehen, als eine Mutter anrief. Sie hatte auf einer Social Media-Plattform im Internet mitbekommen, das unsere Bauwagen brennen. Ich habe mich sofort angezogen und bin zur Kita gefahren. Leider hatte sich dann bestätigt, dass es unsere Bauwagen waren, die gebrannt hatten. Als ich gegen 20.30 Uhr eingetroffen bin, war das Feuer schon gelöscht. Die Feuerwehr war sehr schnell zur Stelle gewesen und hat sich sehr professionell um alles gekümmert.

Wie geht es jetzt weiter?

Chakrabarty: Wir haben den Luxus, dass wir noch drei weitere Bauwagen haben. Betroffen von dem Brand ist die Kindergartengruppe „Brombeere“, verschont geblieben ist die Gruppe „Waldmeister“. Jetzt werden wir in nächster Zeit etwas enger zusammenrücken und die verbliebenen drei Bauwagen so umgestalten, das die zwei Gruppen dort auch in den kalten Wintertagen ihren Betrieb aufnehmen können.

Findet heute Kindergarten statt?

Chakrabarty: Ja, so weit möglich, wird dieser stattfinden. Der Ablauf wird zwar ein wenig anders sein, aber wir haben es schon immer geschafft, uns mit den Gegebenheiten zu arrangieren, die uns zur Verfügung stehen. Das werden wir auch dieses Mal wieder schaffen.

Wie werden die Kinder reagieren?

Chakrabarty: Die bange Frage meines Sohnes, der in den Waldkindergarten geht, war, als ich ihm über den Brand berichtete: „Oh, wie schade, dann findet wohl kein Kindergarten statt?“ Als ich dann sagte, dass er trotzdem weiter in den Kindergarten gehen kann, hat er sich erst einmal gefreut. Meine Kinder sind sowieso dahingehend erzogen, nicht zu materialistisch zu denken. Insofern ist ihm der Wald lieber als der Bauwagen. Daher war das auch seine erste Frage, ob denn der Wald auch abgebrannt sei. Da konnte ich ihn aber beruhigen. Von daher denke ich auch: Die Kinder werden das Ereignis ganz gut verarbeiten.

Wie groß ist der Schaden?

Chakrabarty: Wir gehen von rund 80.000 Euro aus, hinzu kommen aber auch emotionale Schäden, wie Bilder und Lernfortschritte der Kinder, die jetzt leider auch verbrannt sind.