"Erinnern - Gedenken - Mahnen"

Rheinbach erinnert an Pogromnacht

RHEINBACH. 75 Jahre nach der Reichspogromnacht findet die Gedenkveranstaltung in Rheinbach am Samstag, 9. November, wie gewohnt unter dem Leitwort "Erinnern - Gedenken - Mahnen" statt, allerdings in erweiterter Form, wie die Veranstalter Peter Schürkes und Willi Oberheiden ankündigen.

Den Auftakt bildet auf Initiative von Pfarrer Dietmar Römheld erstmals eine ökumenische Andacht um 17 Uhr in der Evangelischen Gnadenkirche, Ramershovener Straße 6.

Daran schließt sich um circa 17.30 Uhr der Schweigegang an, der jedoch einen anderen Weg als bislang nehmen wird: von der Gnadenkirche über Kriegerstraße, Gerbergasse, Bachstraße, Polligsstraße, Weiherstraße und Hauptstraße, um dann dem gewohnten Weg zu folgen, Vor dem Dreeser Tor, Am Jüdischen Friedhof, Bahnhofstraße, Kriegerstraße und Schweigelstraße zum Lindenplatz. Das Besondere: An den Häusern, in denen Rheinbacher jüdische Bürger zuletzt gelebt haben, erinnert Peter Mohr an sie, indem er sie beim Namen nennt.

Bürgermeister Stefan Raetz wird gegen 18 Uhr am Gedenkstein am Standort der zerstörten Synagoge an die Ereignisse des Pogroms erinnern. Innehalten werden die Teilnehmer des Schweigegangs auch am jüdischen Friedhof und an der Gedenkstätte im Innenhof des Rathauses. Den Abschluss bildet dann das "Erinnern - Gedenken - Mahnen" auf dem Lindenplatz.