Seit 19 Jahren Bürgermeister

Raetz stellt sich in Rheinbach erneut zur Wahl

Stefan Raetz will bei der Kommunalwahl 2020 in Rheinbach erneut als Bürgermeister kandidieren.

Stefan Raetz will bei der Kommunalwahl 2020 in Rheinbach erneut als Bürgermeister kandidieren.

Rheinbach. Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) denkt noch nicht ans Aufhören: Wie der 59-Jährige auf GA-Anfrage sagte, beabsichtigt er, sich zur Kommunalwahl 2020 erneut als Bürgermeister zur Wahl zu stellen.

Im Interview mit dem General-Anzeiger zum Jahresanfang 2018 hatte der Christdemokrat auf die Frage, ob er sich schon Gedanken über eine erneute Kandidatur zur Kommunalwahl 2020 gemacht habe, noch im Stile eines Franz Beckenbauer geantwortet: „Ich schaue mir an, was schaffe ich jetzt in den nächsten Jahren, und dann werden wir sehen, wohin die Reise geht.“

Zwischenzeitlich hat sich der 59-Jährige aber entschieden: „Ja, ich werde weitermachen“, sagte der Verwaltungschef, der im 19. Jahr als Bürgermeister im Amt ist, am Montag. Am Dienstag, 15. Mai, möchte Raetz den Mitgliedern des Rheinbacher CDU-Stadtverbandes während der Mitgliederversammlung in der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach seine Bereitschaft zur Kandidatur bekanntgeben. Außerdem steht bei diesem Treffen die Vorstellung der Zwischenergebnisse über die Arbeit der CDU-Kompetenzteams zum Einzelhandel, zum Verkehr, zur Bau- und Wohnentwicklung sowie zur Sicherheit und Ordnung auf der Tagesordnung. Vorstandswahlen stehen nicht an.

Eigene Handschrift erkennbar

Sein Amt bereite ihm nach wie vor „viel Freude“, sagte Raetz. „Es ist noch einiges auf den Weg zu bringen. Eine Menge ist geschafft“, erklärte der Volljurist, der seit 1999 Bürgermeister von Rheinbach ist und seit 2009 außerdem als Sprecher der Bürgermeisterrunde im Rhein-Sieg-Kreis fungiert. Rheinbach stehe gut da. „Ich habe super Mitarbeiter. Die bauen auf mich“, so Raetz.

Nach fast 20 Jahren im Amt sei außerdem seine Handschrift erkennbar und er sei in Rheinbach, aber auch regional und überregional angesehen. „Das freut einen und gibt Kraft für weitere fünf Jahre“, sagte Raetz und fügte hinzu: „Das Silberjubiläum werde ich noch schaffen. Alles vorausgesetzt, dass die Gesundheit mithält und die Wähler mir das erneute Vertrauen schenken.“

Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 hatte der verheiratete Vater eines erwachsenen Sohnes mit 64,09 Prozent der Stimmen seinen vierten Sieg bei einer Wiederwahl als Bürgermeister eingefahren. SPD-Bürgermeisterkandidat Dietmar Danz erreichte vor vier Jahren 27,28 Prozent, Heribert Schiebener von den Grünen kam auf 8,63 Prozent der Stimmen.