Ex-Minister

Norbert Blüm äußert sich zu Stolpersteinen in Rheinbach

Stolpersteine von Künstler Gunter Demnig: Nach dem Willen der Bürgerinitiative sollen sie auch in Rheinbach verlegt werden. FOTO: DPA

Rheinbach. Der ehemalige Bundesminister Norbert Blüm hat sich auf Anfrage von Peter Mohr von der Rheinbacher Initiative "Rheinbacher BürgerInnen für Stolpersteine" in die Diskussion um die Stolpersteine eingeschaltet.

"Stolpersteine erinnern uns im Alltag an die Grausamkeit des Judenmordes in unserem Land. Niemals darf ein solches Verbrechen in unserem Land sich wiederholen. 'Erinnern statt Vergessen' ist eine Abwehr gegen jedwede Barbarei", sagt Blüm.

Er selbst habe in seiner Heimatstadt Rüsselsheim einen Stolperstein gestiftet. "Er erinnert an Frau Lang, eine gutmütige Frau aus der Nachbarschaft." Er habe als Kind miterlebt, dass sie abgeholt wurde.

"Die Erwachsenen sagten später, sie hätten nichts vom KZ gewusst. Wir Kinder wussten, wohin die Juden abtransportiert wurden." Kein Erwachsener habe aufgeschrien wegen dieses Verbrechens, sagt Blüm weiter. "Ich schäme mich noch heute und verachte alle, die 'alles' vergessen wollen."