Freundeskreis Tomburg

Künftige Projekte des Rheinbacher Wahrzeichens

Andreas Herrmann vor der Ruine der Tomburg.

Andreas Herrmann vor der Ruine der Tomburg.

Rheinbach. Andreas Hermann ist Vorsitzender des neuen Freundeskreises Tomburg. Ein kurzes Gespräch über künftige Projekte zum Schutz und der Erhaltung des Rheinbacher Wahrzeichens.

Wie entwickelt sich der Freundeskreis?

Andreas Herrmann: Prächtig. Er ist auf 53 Mitglieder angewachsen, bei anhaltendem Interesse an unserer Arbeit. Besonders gefreut hat mich Mitte September die lebhafte, aber sachliche Diskussion im Anschluss des letzten Vortrages zur „Geschichte und Zukunft“ der Tomburg. Dabei wurde auch die Frage nach den nächsten Maßnahmen gestellt. Aktuell ist eine Aktion der „Tätigen Mithilfe“ am Wochenende 10. und 11. November geplant. Wir wollen den Aufwuchs des Sommers beseitigen. Aber auch ein Projekt-Exposé steht an, mit dem unsere umsetzungsreifen Maßnahmen „Aufmauerung“ und „Brunnenräumung“ potenziellen Sponsoren vorgestellt und bei Förderprogrammen eingereicht werden. Ein Vereinsflyer in eigener Sache soll auch entstehen.

Die Sicherungsarbeiten auf der Tomburg konnten ja wegen der knappen Mittel und anderer dringend notwendigen Arbeiten nicht wie geplant durchgeführt werden. Wie tragisch ist das „eingesparte“ Aufmauern von Mauerresten?

Herrmann: Das noch fehlende Aufmauern der Fundamente ist in zweierlei Hinsicht sehr schade. Erstens wird die originale Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert weiterhin akut angegriffen und abgetragen. Die Aufmauerung dient auch als eine Art „Verschleißschicht“ und soll die Mauern denkmalpflegerisch schützen. Und zweitens fehlt nun die Möglichkeit, das Thema der Wirtschaftsgebäude an der Tomburg Besuchern im Rahmen von Führungen zu vermitteln. Erst eine kniehohe Aufmauerung macht Lage und Proportionen der Räume sichtbar.

Wie stehen die Chancen, dass der Brunnen auf der Tomburg gesichert wird?

Herrmann: Da gibt gute Chancen, denn die Maßnahme ist gewissermaßen umsetzungsreif. Erfreulicherweise hat die Stadt Rheinbach den Einbau eines Schutzgitters nach erfolgter Ausräumung und Erkundung in Aussicht gestellt. Ich habe der archäologischen Fachfirma daher mitgeteilt, dass wir die Maßnahme auf das nächste Jahr verschieben werden, damit nicht der gesäuberte Schacht über die Wintermonate wieder mit Müll verfüllt wird. Dadurch haben wir auch noch etwas Zeit gewonnen, um Fördermittel zu akquirieren und Sponsoren zu begeistern. Die Finanzierung ist noch nicht ausreichend gedeckt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es schaffen, auch diese Lücke noch zu schließen.