Heiße Gitarrensoli

Jack is Back tritt im Himmeroder Hof in Rheinbach auf

 Jack is Back im Himmeroder Hof in Rheinbach.

Jack is Back im Himmeroder Hof in Rheinbach.

Rheinbach. Die Band Jack is Back begeisterte Besucher beim Konzert im Himmeroder Hof mit groovigem Rock. Von Rock-Klassikern von Tina Turner bis zu den Beatles und Eigenkompositionen von ihrer neuen CD reichte das Programm.

Sie hatten beides im Gepäck: Rock-Klassiker von Tina Turner bis zu den Beatles und Eigenkompositionen von ihrer neuen CD. Und sie hatten ihre Show der Topografie des Himmeroder Hofs angepasst: Jack is Back heizte am Freitagabend die ohnehin tropisch kochende Konzertschüssel in Rheinbach weiter auf. Es ging los mit dem Tina-Turner-Hit „The Best“, bei dem Sängerin Simone Altheide gleich zeigte, dass sich ihre Stimme durchaus mit den ganz großen messen kann. Erdig, tief, rockig, eckig interpretierte sie das Stück und Gitarrist Frank Altheide fügte ein schnörkelloses Solo dazu. Da konnte selbst Bürgermeister Stefan Raetz die Hände nicht ruhig halten und klatschte im Takt.

Bei „Addicted to Love“ von Robert Palmer war Sängerin Altheide erneut auf mehreren Stockwerken der Tonleiter unterwegs und viele sangen im Hof jetzt mit. Die ersten Akkorde bei „Son of a Preacher Man“ von Dusty Springfield setzte Bassist Peter Kindler, es wurde jetzt softer und bei Bob Dylans „Knockin' on Heaven's Door“ kam gar so etwas wie Andacht auf. Das Publikum, aufgefordert mitzusummen, bevorzugte den Refrain. Altheide nahm den Dialog auf, der sich daraus entspann. „Das können wir noch mal machen“, freute sie sich hinterher. Es folgten Stücke aus Jack is Backs eigener Feder wie „Alright“.

Die Band kommunizierte nun in einer Art zwei-plus-zwei-Konferenz: die zwei Altheides auf der einen, Kindler und Drummer Peter Kalff auf der anderen Seite. „Again“, die nächste Eigenkomposition, dreht sich um Freunde, die man aus dem Auge verliert und dann überraschend wiedersieht. Erneut injizierte Altheide ein Gitarrensolo direkt unter die Haut des Publikums. Schließlich führte die Band eine neue Raumaufteilung ein, als die Altheides die Bühne ganz verließen und sich in die Mitte des Publikums im proppenvollen Hof begaben.

Ein melodiöses Medley stand an, aus „Let It Be“ von den Beatles und „der schönsten Ballade, die wie geschrieben haben“ (Altheide): „Fall into Pieces“. Da war die Antwort auf Freddy Mercurys Frage „Who Wants to Live Forever“ klar: An so einem Abend wollen alle unsterblich sein. Jack is Back feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass soll der kürzlich veröffentlichten Akustik-CD eine mit elektrischer Musik folgen.