Ältester Roller

Heinkel-Motorroller aus 1956 auf Rheinbach Classics

Rheinbach Classics am Sonntag. Heinkel-Motorroller.

Rheinbach Classics am Sonntag. Heinkel-Motorroller.

RHEINBACH. Die Heinkel-Freunde treffen sich mit insgesamt 34 Fahrzeuge bei den Rheinbach Classics. Der älteste Motorroller stammt aus dem Jahr 1956.

Der kleine Schandfleck ist hellblau. „Bitte da nicht hingucken“, scherzen die Umstehenden. Warum nicht? Die Vespa ist ganz hübsch. Aber eben eine Vespa, und damit gehört sie eigentlich nicht in die lange Reihe von Heinkel-Motorrollern, die an diesem Sonntagmorgen am Fritz-Knoll-Ring stehen.

34 davon hat Klaus Drobig gezählt, überwiegend Modelle aus den 1950er und 1960er Jahren. Ihre Fahrer sind bei Drobig im Garten und stärken sich mit einem Frühstück für den Corso im Rahmenprogramm der Rheinbach Classics.

Schon seit Jahren sind die Mitglieder des Heinkel-Clubs dort dabei und stellen nach eigener Aussage die größte Gruppe mit modellgleichen Fahrzeugen überhaupt. Dafür nehmen die Fans des motorisierten Zweiradklassikers aus Stuttgart auch Einiges an Anfahrt in Kauf. Die Ortsgruppen aus Leverkusen und Jülich sind vertreten, dazu Besucher aus Euskirchen.

Die älteste Maschine hatte diesmal Karl Hardtke dabei, eine Tourist aus dem Jahr 1956, 175 Kubik und neun PS, die den Roller auf gute 90 Stundenkilometer bringen. Er musste sich als junger Mann zwischen Vespa und Heinkel entscheiden. Ein Freund überzeugte ihn, indem er Hardtke einen Heinkel-Roller für die Fahrt von Hamburg nach Köln lieh. Aber falls sich doch eine Vespa zu ihnen verirrt, sind die Heinkel-Fahrer freundlich. Es geht ja um den Spaß im Corso.