"Schule für alle"

Gesamtschule Rheinbach feiert fünften Geburtstag

Julia Koll vom „Voltiteam“ auf Gut Waldau zeigt, welche Figuren auf dem Pferd möglich sind.

Julia Koll vom „Voltiteam“ auf Gut Waldau zeigt, welche Figuren auf dem Pferd möglich sind.

RHEINBACH. Die Gesamtschule Rheinbach hat ihren fünften Geburtstag mit einem großen Schulfest gefeiert. „Die Geburtswehen waren nicht ganz ohne“, erinnerte sich Schuldezernentin Maria Dorn.

Das Spiel, das Lehrer Arnd Portz mit Jungen der neunten Klasse vorführt, erfordert Geschick. Mit einem an Schnüren befestigten Haken müssen Holzklötze aufgehoben und gestapelt werden. Das Problem: Jeder zieht an den Schnüren, und nur wenn sich alle Teilnehmer genau aufeinander einlassen, bewegt sich das Ganze in die richtige Richtung. Der Fröbelturm ist ein Test für Zusammenarbeit, und damit ein Symbol für all das, was die Gesamtschule Rheinbach verkörpern möchte. Fünf Jahre „Schule für alle“ feierte die Gemeinschaft am Wochenende mit einem großen Schulfest.

Gesamtschule Rheinbach: 900 Schüler im nächsten Jahr

„Die Geburtswehen waren nicht ganz ohne“, erinnerte sich Schuldezernentin Maria Dorn. Seitdem ist die Schule vor allem gewachsen. Eine Chronik zum Geburtstag zeigt an, wie sich Unterricht und Schulleben entwickelten. Im kommenden Schuljahr werden rund 900 Jugendliche die Gesamtschule besuchen. Es könnten sogar mehr Schüler sein, wie Schulleiterin Elke Dietrich-Rein erklärte. Denn das Interesse an der Schule sei jedes Jahr groß.

Nicht alle aufnehmen zu können, sei immer die schwierigste Aufgabe. Und das, obwohl in den meisten Jahrgängen nicht wie vorgesehen vierzügig, sondern mit einer Zusatzklasse gearbeitet werde. Viel Planung stecken Dietrich-Rein und die übrigen Verantwortlichen derzeit auch in die Vorbereitungen der ersten Abschlussprüfungen im nächsten Schuljahr, dann folgt die Einrichtung der Oberstufe.

Schulleiterin: Teamarbeit funktioniert gut

Vorerst aber feiert man die Gegenwart unter dem Motto „Wir leben Vielfalt“. Dietrich-Rein ist stolz auf alle Beteiligten: „Teamarbeit an unserer Schule funktioniert gut.“ In der neuen Mensa, die seit den Osterferien genutzt wird, bot beispielsweise die Elternschaft ein Büffet an. In den übrigen Räumen am Standort Villeneuver Straße zeigten die Klassen, wie abwechslungsreich das Schulleben ist. Es gab Schatzsuchen, Quizspiele und Schminkangebote.

Am Rande des Schulhofs erklärte Saskia Girkens von den Maltesern, wie eine Herzmassage funktioniert. Das lernen sonst die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes bei ihr in wöchentlichen Treffen. Einige Besucher spielten Tischtennis, lauschten den Musikgruppen oder aßen Würstchen am Stand des Fördervereins. Der ist auch seit fünf Jahren unter dem Vorsitz von Jürgen Bäcker aktiv. Angesichts der Schülerzahlen wünscht man sich mehr Mitglieder. Denn jetzt stehen viele Projekte an. Zur Inneneinrichtung und Außengestaltung möchte der Verein einiges beitragen.