Veranstalter ziehen Fazit

Fast 25.000 zahlende Besucher bei den Rheinbach Classics

Gewinner des Publikumspreises: Der American LaFrance von 1917 aus den USA, ein Art schnelles Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.

Gewinner des Publikumspreises: Der American LaFrance von 1917 aus den USA, ein Art schnelles Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.

RHEINBACH. After-Job-Party am Donnerstag, Open-Air-Rocknacht am Freitag, Oldtimer-Orientierungsrallye am Samstag und großer Oldtimer-Korso am Sonntag: Die 12. Rheinbach Classics waren für die Organisatoren ein voller Erfolg.

Es ist diese spezielle Art von zufriedener Erschöpfung, die sich am Ende der Großveranstaltung bei allen Akteuren der Rheinbach Classics zeigt. Nach dem Motto: es war zwar anstrengend, hat sich aber gelohnt und Spaß gemacht. Und nicht zuletzt: „Es war stressfrei. Teilweise habe ich gedacht, mein Funkgerät sei kaputt“, so der Vorsitzende des Vereins Rheinbach Classics, Heinz Haubrichs. Kurz vor dem offiziellen Ende der zwölften Ausgabe der mehrtägigen Großveranstaltung zogen Vorstand und Aktive des Vereins „Rheinbach Classics“, Sicherheitsbeauftragte, Feuerwehr und Bürgermeister Stefan Raetz positive Bilanz der Veranstaltung.

Die Zahl der zahlenden Besucher bezifferten sie anhand der Meldungen von den Kassen auf insgesamt 20.000 bis 25.000. Insgesamt waren mehr als 320 Helfer im Einsatz. Allein am Sonntag waren 92 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort, 34 im Rettungs- und Sanitätsdienst sowie 60 Ordner und Security. Insgesamt elf Live-Bands sorgten an drei Tagen musikalisch für das besondere Flair und animierten das Publikum zum Tanzen. „Insgesamt war es wieder eine richtige Wohlfühlveranstaltung für alle. Es ist eine sympathische Veranstaltung, die zu Rheinbach passt“, sagte Bürgermeister Raetz.

Erstmals waren die Rheinbach Classics in diesem Jahr schon am Donnerstag mit der After-Job-Party gestartet. „Wir haben dafür viel Lob bekommen“, sagte Classics-Vorstand Haubrichs. Der Freitag stand im Zeichen der Open-Air-Rocknacht mit den legendären „Slade“, der erfolgreichsten britischen Band der 70er Jahre, und der AC/DC-Tribute-Formation „Dirty Deeds‘79“. „Es war ohne Übertreibung bombig“, stellte Haubrichs fest. „Wir hatten fast 2000 Besucher, außer bei BAP waren es noch nie so viele.“

Dabei habe sich das erstmals veränderte Konzept der Rocknacht bewährt: die Hauptgruppe Slade gleich zu Anfang spielen zu lassen. Denn: „Alle, die zu den Legenden kommen, sind selbst schon älteren Semesters. Die möchten dann nicht bis 22 Uhr warten“, so Jens Hoffmeister, stellvertretender Classics-Vorsitzende.

Begeisterung bei den Teilnehmern

Am Samstag schickten Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster, Bürgermeister Stefan Raetz und der Oldtimer-Experte Johannes T. Hübner 130 fachkundig restaurierte und liebevoll gepflegte motorisierte Oldtimer einzeln auf die touristische Ausfahrt. Die Orientierungsrallye führte die Fahrer und ihre Begleitungen unter dem Motto „Eifel, Burgen, Fachwerk“ auf insgesamt 150 Kilometern zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Region. Stempelstellen gab es unter anderem an Schloss Miel und in der Burg Zievel, Mittagspause war in Kloster Steinfeld. „Die Teilnehmer waren begeistert. Sie haben sich auch besonders gefreut, dass in den Ortschaften, die sie passiert haben, richtige Volksfeste veranstaltet wurden“, sagte Raetz.

Der Sonntag sei im Vorfeld des Korsos mit 250 Oldtimern „etwas hektisch“ gestartet, wie Haubrichs zurückblickte. Dies, weil viele neue unerfahrene Helfer eingesetzt gewesen seien. Im Anschluss an den Korso hatten die Besucher ausgiebig Gelegenheit, die in der gesamten Innenstadt ausgestellten Fahrzeuge zu bewundern und sich bei Live-Musik in die Zeit der 50er und 60er Jahre zurückversetzen zu lassen. Den Publikumspreis „Rheinbacher Hupe“ erhielt Andreas Wietzke aus Darmstadt für seinen American LaFrance von 1917. Miss Petticoat wurde Sabrina Berrenrath aus Remagen, originalstes Paar im Stil der 50er/60er Jahre wurden Petra und Christian Klee aus Bad Honnef.