Kripo sucht Brandursache

Ermittler werten Spuren an Waldkita in Rheinbach aus

Zwei Bauwagen des Waldkindergarten in Rheinbach sind nach einem Feuer zerstört, zwei betroffene Kinder schauen sich den Brandort an.

Zwei Bauwagen des Waldkindergarten in Rheinbach sind nach einem Feuer zerstört, zwei betroffene Kinder schauen sich den Brandort an.

Rheinbach. Einer Fülle an Spuren und Hinweisen gehen die Spezialisten der Brandermittlung der Bonner Polizei nach dem Feuer an zwei Bauwagen des Rheinbacher Waldkindergartens nach. Fest steht nur: Es war Brandbeschleuniger im Spiel.

Die Ermittlungen der Brandursache dauern nach wie vor an, erklärte Frank Piontek, Sprecher der Bonner Polizei, am Montag auf Anfrage des General-Anzeigers. „Es gibt derzeit noch keinen konkreten Tatverdacht“, sagte Piontek. Allerdings werten die Brandermittler noch weitere Spuren aus, von denen sie sich Rückschlüsse auf die Ursache der Flammen erhoffen.

Die Spezialisten der Brandermittlung hatten an den Gruppenbauwagen der Brombeerwichtel Spuren von Brandbeschleuniger gefunden. Nach GA-Informationen war das verheerende Feuer auch an mehreren Stellen entzündet worden. Die Flammen hatten sich anschließend rasend schnell auf die beiden Bauwagen des Waldkindergartens ausgebreitet, die den 20 drei bis sieben Jahre alten Kindern des Waldkindergartens als Unterschlupf bei Sturm, Dauerregen und eisiger Kälte dienen. Während der Bauwagen der Gruppe der Brombeerwichtel ein vollständiger Raub der Flammen wurde, konnte die Gruppe der Waldmeister weiterhin ihren Wagen nutzen.

Das Feuer hatte einen Schaden von rund 80.000 Euro in dem von einer Rheinbacher Elterninitiative getragenen Kindergarten angerichtet. Viele Rheinbacher Bürger, Gewerbetreibende, Vereine, Kindergärten, Schulen und Parteien hatten daraufhin umfangreiche Spendenaktionen gestartet. Bereits Ende November hatte sich eine Stiftung aus Nürnberg bei der Elterninitiative gemeldet, um die 80.000 Euro zur Anschaffung von zwei neuen Bauwagen zur Verfügung zu stellen.