Kinderbetreuung

Elternbeiträge bleiben in Rheinbach unverändert

Der Geburtenrate zufolge werden die Betreuungsplätze in Rheinbach nächstes Jahr nicht mehr ausreichen.

Der Geburtenrate zufolge werden die Betreuungsplätze in Rheinbach nächstes Jahr nicht mehr ausreichen.

RHEINBACH. Vorerst keine höheren Kosten müssen die Eltern in Rheinbach für die Betreuung ihrer Kinder befürchten. Die Beiträge bleiben unverändert - nachdem sie im vergangenen Jahr erheblich gestiegen waren.

Die Elternbeiträge in Rheinbacher Kindertagesstätten bleiben vorerst gleich. Der Jugendhilfeausschuss des Stadtparlaments beschloss am Donnerstag einstimmig, die gültige Satzung beizubehalten.

Laut Beschluss ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben ab dem 1. August 2019 sogar mit einem Rückgang der Beiträge zu rechnen, weil Eltern einen Antrag auf Erlass stellen können. 2020 müsse die Satzung ebenfalls wegen neuer Gesetze ohnehin geändert und die Staffelung der Elternbeitragstabelle angepasst werden.

Angaben der Verwaltung zufolge kostet die Betreuung im Kindergartenjahr 2019/20 gut 6,8 Millionen Euro. Rund 1,3 Millionen davon stammen aus Elternbeiträgen und Landeszuschüssen für beitragsbefreite Eltern. Den Rest bringen Land, Stadt und Träger auf.

Für das kommende Kindergartenjahr stehen zum 1. August insgesamt 859 Betreuungsplätze in 18 Kindertageseinrichtungen zur Verfügung, sagt die Stadtverwaltung. Tageseinrichtungen bieten 732 Plätze für Kinder über drei Jahren (Ü3) an.

Rein rechnerisch werden für diese Altersgruppe aber 748 benötigt, es fehlen also 16. Mit den Trägern wurde deshalb die Möglichkeit vereinbart, die Gruppen leicht überzubelegen, um für jedes Ü3-Kind den gesetzlich garantierten Platz bereitzustellen.

209 Plätze für Kinder unter drei Jahren

Für knapp ein Drittel der Kinder unter drei Jahren (U3) sollen laut Prognose des Lands ebenfalls Betreuungsplätze bereitstehen. Bei 654 Kindern in Rheinbach wären das 209 Plätze. Mehr als zwei Drittel davon (146 Kinder) sollen in Kindertagesstätten unterkommen; vorhanden sind aber nur 139 Plätze. Dafür stehen in der Kindertagespflege 160 Plätze für U3-Kinder bereit, also weit mehr als die 63 benötigten für das übrige Drittel.

In ihren Ausführungen über die Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes für 2019/20 schreibt die Verwaltung: „Nach den derzeitigen Geburtenzahlen, dem Anmeldeverfahren der Eltern und städteplanerischen Überlegungen ist es dringend erforderlich, die bestehenden Betreuungsangebote weiter auszubauen.“

Immer mehr Eltern suchten auch für U3-Kinder Betreuungsplätze, zumal seit 2013 ein Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung besteht. Diesen Bedarf sehe die Stadt durch die Kindertagespflege gedeckt, während die Kapazitäten der öffentlichen Kitas ausgeschöpft seien. Die Geburten schwanken laut Statistik zwischen 221 in 2014/15 und 257 in 2017/18. Dies erschwere die Planung. Bereits heute sei aber abzusehen, dass der Betreuungsbedarf im Jahr 2020/21 nicht durch Überbelegungen im Ü3-Bereich gedeckt werden kann und „eine zeitnahe Lösung“ gefunden werden muss, wie es die Behörde von Fachbereichsleiter Wolfgang Rösner formulierte.