Kommentar zur geplanten Städtepartnerschaft

Eine Verbindung, die dem Frieden dient

RHEINBACH. Wenn die Partnerschaft zwischen dem französischen Gemeindeverbund Douaumont und Vaux-devant-Damloup sowie Rheinbach zustande käme, wäre das eine wunderbare Sache.

Eine Partnerschaft zwischen dem französischen Gemeindeverbund Douaumont und Vaux-devant-Damloup und Rheinbach wäre eine Verbindung, die dem Frieden dient. Dem Frieden dienen, für den Frieden arbeiten – das ist heute mehr denn je gefragt. Denn viele Menschen in Mitteleuropa haben sich an den Frieden als Naturzustand gewöhnt.

Man muss nur einmal in Richtung Osteuropa blicken oder sich an die Balkankriege der 1990er Jahre erinnern: Die gewaltlose Koexistenz unter Staaten ist nicht selbstverständlich. Deutsche zwangen den Franzosen in 70 Jahren drei Kriege auf. Millionen Menschen verloren ihr Leben. Heute erholen sich Deutsche an den französischen Küsten und besuchen Paris. Schüler lernen das Nachbarland samt Vokabeln und Grammatik in Gastfamilien kennen.

Diese Austauschprogramme, die Rheinbach seit Jahrzehnten beispielsweise mit Villeneuve-lez-Avignon pflegt, können nun ergänzt werden durch eine neue Art von Partnerschaft. In der Verbindung mit Douaumont steht weniger der persönliche Kontakt im Vordergrund, sondern die Information darüber, wohin Nationalismus führen kann: in den Krieg. Deshalb sollte – und wird – der Rheinbacher Stadtrat am 17. Dezember der bereits in Frankreich beschlossenen „Partnerschaft des Friedens“ zustimmen. Denn zum Frieden gibt es keine Alternative.