Kunst in Rheinbach

Eine Ringskulptur am Eingangstor zu Rheinbach

Die Möbius-Schleife ist das Siegermodell von Phillip Gatzke.

Die Möbius-Schleife ist das Siegermodell von Phillip Gatzke.

RHEINBACH. Jury prämiert Gestaltungsentwürfe des Kreisels am Haltepunkt Römerkanal. Der Sieger ist Philipp Gatzke mit seiner Möbius-Schleife.

Spannend machten es die Juroren. Eine gute Stunde mussten sich die vier jungen Wettbewerbsteilnehmer und die Gäste gedulden, bis die Jury den ersten Preisträger und damit das Objekt bekannt gab, das den Kreisel am Eingangstor Meckenheimer Straße/Haltepunkt Römerkanal zieren soll: eine sogenannte Möbius-Schleife, entworfen von Philipp Gatzke, der kurz vor seinem Abschluss steht als Gestaltungstechnischer Assistent an der Staatlichen Glasfachschule – Berufskolleg Glas-Keramik-Grafik- und Mediendesign.

Der zweite Platz wurde doppelt vergeben: Paulina Eckert für ihre gläserne Spirale aus parallel laufenden Wänden um einen Obstbaum und Julia Koch für ihre Stelen aus mit Digitaldruck gestalteten grünen Glasscheiben und Stahl- oder Holzstützen. Als vierter Beitrag war der Entwurf von Angelika Boske mit dem Vorschlag von Bögen aus farbigen Glasscheiben und Edelmetall in die engere Wahl gekommen.

Während seiner Überlegungen zur Form der Skulptur sei er bei der Möbius-Schleife, auch Möbius-Band, „hängengeblieben“, so der Gewinner Philipp Gatzke. Dieses in sich gedrehte Band mit zwei Kanten und zwei Flächen verkörpere durch die individuelle Form nicht nur Unendlichkeit, sondern auch Gemeinsamkeit und Harmonie. Hinsichtlich der Materialien habe er sich entschieden die Schleife in drei Abschnitte mit jeweils anderen Materialien zu teilen: Glas, Apfelholz und Beton, die für verschiedene Aspekte der Stadt und für die Verschiedenheit ihrer Menschen stehen. „Außerdem habe ich darauf geachtet, dass es durch das bewusste Weglassen von Details keine Ablenkung für den Verkehr bietet und ein Autofahrer auf den ersten Blick nicht überreizt wird“, erläuterte er.

Skulptur muss bestimmte Vorgaben erfüllen

Die Größe des Objektes in der Realität stellt sich der junge Gewinner „fünf bis zehn Meter hoch“ vor. Auf dieses wichtige Kriterium wies auch Bürgermeister Raetz hin, denn „der Kreisel gehört dem Landesbetrieb Straßen.NRW und es gibt besondere Dinge zu berücksichtigen“, denen besondere Richtlinien zugrunde liegen. Als nächste Schritte gelte es die technischen und finanziellen Aspekte zu klären. Denn es soll der Gestaltung dieses Kreisels am Eingangstor zu Rheinbach nicht so ergehen wie einem Kreisel in Stolberg, für den die Glasfachschule schon einmal einen Vorschlag entworfen hatte, der aber nie realisiert wurde, so Schulleiter Walter Dernbach.

Wie Alexander Krings, gemeinsam mit Wilfried Krings Geschäftsführer der Firmengruppe Krings Handelspartner für Obst und Gemüse, die ihren Firmensitz gleich am Kreisel hat, bereits zugesagt hatte, werde sich die Firma an der Finanzierung beteiligen und die Pflege des Kreisels dauerhaft übernehmen. Wie berichtet, war die Idee zum Gestaltungswettbewerb im Sommer vergangenen Jahres gemeinsam von der Firma Krings, der Stadt und der Glasfachschule angestoßen worden.

Rund 50 erste Modelle wurden Bürgermeister Raetz und Alexander Krings schon am 4. Dezember 2017 präsentiert. 16 Entwürfe der Auszubildenden der Glasfachschule sowie der Auszubildenden der Berufsfachschule für Gestaltung mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation hatten es dabei in die Phase der Weiterentwicklung geschafft.