Ermittlungen gegen Schleuserbande

Bundespolizei durchsucht Räume in Rheinbach

Nach Polizeiangeben wurden 80 Personen verletzt.

Symbolfoto.

04.04.2019 RHEINBACH. Mit mehr als 70 Beamten ist die Bundespolizei am Donnerstag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Unter anderem durchsuchten die Einsatzkräfte Wohn- und Geschäftsräume in Rheinbach.

Mehr als 70 Beamte der Bundespolizei sind am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsräume in Wuppertal, Köln, Rheinbach und Moers sowie in drei Orten im Westerwaldkreis (Rheinland-Pfalz).

Zur Bande sollen sieben Männer gehören. Sie sollen Menschen aus Moldawien und der Ukraine mit falschen Dokumenten nach Deutschland eingeschleust, auf Baustellen vermittelt und in Wohnungen untergebracht haben. Die Miete dafür wurde den Arbeitern laut Bundespolizei direkt vom Gehalt abgezogen, so dass ihnen weit weniger als der Mindestlohn gezahlt wurde.

Die Ermittler stellten bei den Durchsuchungen am Donnerstag Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen sicher. Sie beschlagnahmten auch Mobiltelefone, Computer und Speichermedien. Gefunden wurden darüber hinaus 62 Gramm Gold, fast 20.000 Euro Bargeld sowie ein Kleinkalibergewehr.

Außerdem wurden zehn Ausländer angetroffen, die von den Beschuldigten als Arbeitskräfte angeworben worden sein sollen. Mindestens einer von ihnen lebe unter falscher Identität in Deutschland, hieß es in einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main. Die Behörde ermittelt bereits seit September 2017 unter Federführung der Staatsanwaltschaft Wuppertal in dem Fall. (dpa)