Rheinbacher Pallottikirche

Beim Gospelkonzert sprang der Funke über

Mitglieder eines Bonner und eines Kölner Gospel-Chors traten in der Pallottikirche auf.

RHEINBACH. "Es ist bestes Grillwetter und dann auch noch Rhein in Flammen. Sie glauben gar nicht, wie froh wir sind, dass Sie da sind." Die Bedenken von Angelika Rehaag, Chorleiterin zweier Gospelchöre, waren unbegründet. Gut 200 Zuhörer hatten sich am Samstagabend eingefunden, um das Konzert in der Rheinbacher Pallottikirche zu hören. Mit stehenden Ovationen zeigten sie am Ende, dass sie diese Entscheidung nicht bedauert haben.

60 Mitglieder der Gospelchöre "Wave of Joy" (Bonn) und "Light of Life" (Köln) sangen zeitgenössische Gospel-Songs wie "Goin' up yonder", "Jesus is right here now" und "I need you to survive". Martin Drazek begleitete alle Lieder souverän und ausdrucksvoll auf dem elektronischen Klavier.

Auch das Publikum wurde eingeladen, dem Chor zu "antworten". Der Funke sprang über: Immer wieder standen Zuschauer spontan auf, sangen und klatschten mit. Einer der Gospel-Songs war als Mitsingblock konzipiert, in dem Chor und Publikum sich abwechselten. "Mitreißend und spritzig", so charakterisierte eine Zuhörerin das Konzert. Mitunter erklangen aber auch leisere Töne, etwa bei dem Song "Here I am to worship" (Hier bin ich, um anzubeten) von Tim Hughes. Für ihre berührende Interpretation dieses Gospels bekam Solistin Linda Granzow einen Extra-Applaus.

Das Konzert diente der Vorbereitung auf eine Konzertreise nach Florida vom 9. bis 21. Mai. Einige der Chormitglieder haben bereits an früheren Tourneen teilgenommen. Dabei entstanden freundschaftliche Kontakte, die auch zu Gegenbesuchen führten. Organisiert werden die Reisen über Musiker in den USA, die Finanzierung erfolgt durch die Teilnehmer selbst und durch Spenden nach Konzerten.

Die Chormitglieder freuen sich schon auf die Konzerte in den USA. "Es ist unfassbar schön, wenn die ganze Gemeinde aufsteht und mitsingt. Die ganze Kirche ist von Klang erfüllt", schwärmte Chorleiterin Angelika Rehaag. Ihr sei es wichtig, den Black Gospel nicht einfach zu imitieren. Sie wolle mit ihrem Chor eigene Akzente setzen und singe auch Lieder, die in den amerikanischen Gemeinden noch nicht bekannt seien. Mit der Musik möchte sie neue Wege zum Verständnis des Evangeliums und zum Glauben eröffnen.