Ausstellung der Togo-Hilfe in Rheinbach

Afrika durch die Augen seiner Kinder

Einen neuen Blick auf Afrika bietet die Ausstellung „Kommt mit nach Togo“ im Foyer des Rheinbacher Rathauses. FOTO: AXEL VOGEL

Einen neuen Blick auf Afrika bietet die Ausstellung „Kommt mit nach Togo“ im Foyer des Rheinbacher Rathauses. FOTO: AXEL VOGEL

Rheinbach. Der Verein „Togo-Kinder Zukunftschance“ stellt Kunstwerke von 100 Jungen und Mädchen, für die die Mitglieder der Rheinbacher Hilfsinitiative Patenschaften übernommen haben, im Rheinbacher Rathaus aus.

Einen neuen Blick auf Afrika, durch die Augen afrikanischer Kinder, bietet die Ausstellung „Kommt mit nach Togo“ im Foyer des Rheinbacher Rathauses. Dort präsentiert der Verein „Togo-Kinder Zukunftschance“ bis zum 6. April Zeichnungen, Gemälde und Batiken von 100 Jungen und Mädchen, für die die Mitglieder der Rheinbacher Hilfsinitiative Patenschaften übernommen haben. Die Vernissage fand am vergangenen Donnerstag statt. Zu Gast waren unter anderen Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz sowie die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager.

Raetz, der neben seiner Funktion als Stadtoberhaupt auch Präsident des Vereins „Togo-Kinder Zukunftschance“ ist, sprach vor zahlreichen Gästen über die lange Tradition, die Togo-Hilfe in Rheinbach hat. Neben seinem Verein engagiert sich seit 2002 auch die Initiative „Togo-Hilfe e.V.“ in dem westafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt gehört. Was Raetz dabei besonders stolz macht: „Jeder Euro, der hier gespendet wird, kommt eins zu eins in Togo an.“

Dass der Verein „Togo-Kinder Zukunftschance“ Kunstwerke afrikanischer Kinder ausstellt ist eine Premiere. Geschaffen wurden die Impressionen im Rahmen eines Kunstprojektes, das im Sommer 2016 in Togo stattfand und insgesamt zwei Wochen in Anspruch nahm. Roswitha Weber, die bei „Togo-Kinder Zukunftschance“ für die Bereiche Bildungsförderung und schulische Projekte zuständig ist, erläuterte die Hintergründe der maßgeblich von Spenden finanzierten Aktion. „Die Stadt Kpalimé, wo wir arbeiten, ist das Kunstzentrum Togos. Was lag also näher, als die Kinder damit zu beschäftigen, was sie täglich sehen?“

Darüber hinaus sollen Malerei, Zeichnen und Co. für die Acht- bis 14-jährigen Kinder aus Togo nicht nur ein Zeitvertreib sein. Weber: „Das Kunstprojekt stärkt schöpferisches Gestalten und den Sinn für die eigene Kultur.“ Gleichzeitig bietet Kunst in Kpalimé eine berufliche Perspektive. „Wir geben den Kindern mit einem Kunstprojekt eine Zukunft. Viele Leute in der Region leben vom Anfertigen von Kunstwerken“, so Weber.

Alle im Rheinbacher Rathaus-Foyer ausgestellten Kunstwerke können bei Interesse erworben werden. Der Erlös fließt in die Finanzierung eines neues Kunstprojektes des Vereins „Togo-Kinder Zukunftschance“.