Ein Altenzentrum fürs ganze Quartier „Haus am Römerkanal“ wird 25 jahre alt

RHEINBACH. Haus am Römerkanal feiert Geburtstag und will Anlaufstelle für alle Bürger sein. Die Wurzeln der Einrichtung liegen jedoch bereits im Jahr 1963, als die Evangelische Kirchengemeinde den Trägerverein Evangelisches Altenzentrum gründete.

Mit einem großen Sommerfest mit Bewohnern, Familienangehörigen, Mitarbeitern und Gästen hat das Evangelische Altenzentrum „Haus am Römerkanal“ seinen 25. Geburtstag gefeiert. Die Wurzeln der Einrichtung liegen jedoch bereits im Jahr 1963, als die Evangelische Kirchengemeinde den Trägerverein Evangelisches Altenzentrum gegründet hat und im Juli 1966 die ersten Bewohner in das damalige Gebäude an der Ramershovener Straße eingezogen waren.

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen im Pflegebereich sah sich die Kirchengemeinde 1986 veranlasst, die Trägerschaft an den diakonischen Träger Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH abzugeben. Diese errichtete einen Neubau am Römerkanal, der am 8. Dezember 1993 eröffnet wurde.

Besonders freuten sich Einrichtungsleiterin Sabine Jacobs, der Geschäftsführer der Rheinischen Gesellschaft, Martin Sartorius, Pflegedienstleiterin Anja Schmitz, Quartiersentwicklerin Katharina Wilhelm und Hauswirtschaftsleiterin Ellen Becker, dass viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekommen waren, die inzwischen im Ruhestand sind.

Sektempfang und Frühschoppen

„Das zeigt die tiefe Verbundenheit. Der Samen, der hier gelegt wurde, lässt die Pflanzen weiterblühen“, sagte die Einrichtungsleiterin. Den Auftakt des Jubiläumsfestes machte ein Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Diethard Römheld, der das Leitwort von Einrichtung und Träger „Nächstenliebe leben“ aufgriff. Die Kantorei älterer Stimmen unter der Leitung von Mascha Korn brachte ein musikalisches Mitsing-Geburtstagsständchen.

Nach Sektempfang und Frühschoppen erwarteten Bewohner und Gäste festlich geschmückte Tafeln im Vorgarten zum Festbüffet. Beim anschließenden Sommerfest gab es ein buntes Programm und Informationen zur Einrichtung, zum Träger und zu den Ausbildungsberufen, die im Haus möglich sind. „Zurzeit haben wir zwei Auszubildende im Bereich Hauswirtschaft, eine in der Verwaltung und sieben in der Pflege. Aber wir könnten durchaus noch mehr ausbilden“, warb Pflegedienstleiterin Anja Schmitz. Aktuell pflegen und betreuen insgesamt 163 Mitarbeiter 123 Bewohner sowie 70 Mieter im benachbarten Wohnpark.

„Wohnen für alle“

Beim Jubiläumsfest wurde das neue Quartiersbüro im Haus am Römerkanal vorgestellt. Dessen Name „Nachbarschaft Römerkanal“ ist Programm. Denn die Einrichtung will sich zum Nachbarschaftszentrum als sozialem Treffpunkt für alle Bürger entwickeln, in dem es Angebote wie Beratungen oder verschiedene Aktivitäten gibt. Dort haben alle Bürger die Möglichkeit, sich über die laufenden Projekte in Rheinbach zu informieren und sich an der Gestaltung der Stadt zu beteiligen.

Wie berichtet, hatte Katharina Wilhelm im August 2017 die Aufgaben der Quartiersentwicklung mithilfe der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW übernommen. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie bereits Einiges auf den Weg gebracht, von der Bürgerwerkstatt „Rheinbach gestalten“ bis zu Impulsen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

Als nächstes steht unter dem Aspekt „Wohnen für alle“ am 8. Oktober, 17 Uhr, ein Bürgerdialog zum Thema „Miteinander Wohnen“ an. Und am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr ein weiterer Workshop „Woodstock geht in Rente – Wie will die neue Altersgeneration wohnen und leben?“

Die Öffnungszeiten des Quartiersbüros: mittwochs 13-17 Uhr und freitags 9-13 Uhr. Darüber hinaus steht Katharina Wilhelm auch für Gespräche nach Vereinbarung zur Verfügung: 0 22 26/16 99 15.

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