Kommentar

Ärger über Wechsel in der WEFG kommt zur Unzeit

DHL baut bei Rheinbach Distributionszentrum für Eaton. Beim feierlicher Spatenstich im März legten sich (von links) Karsten Schwarz (DHl) Oscar de Bok (DHL), Bürgermeister Stefan Raetz, Klaus Gäb (Eaton) und Frank Campbell (Eaton) ins Zeug.

DHL baut bei Rheinbach Distributionszentrum für Eaton. Beim feierlicher Spatenstich im März legten sich (von links) Karsten Schwarz (DHl) Oscar de Bok (DHL), Bürgermeister Stefan Raetz, Klaus Gäb (Eaton) und Frank Campbell (Eaton) ins Zeug.

Rheinbach. Die jetzt bekannt gewordenen internen Querelen in der Rheinbacher Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Rheinbach (WFEG) könnten sich für die Wirtschaftsförderer zu einem Schaden für die Gesellschaft auswachsen, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

Die Idee, dass der Bürgermeister die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Rheinbach (WFEG) übernimmt, entbehrt nicht einem gewissen Charme. Nach dem Weggang des agilen, angesehenen Wirtschaftsförderers Robin Denstorff hatte Bürgermeister Stefan Raetz – gleichsam ehrenamtlich – die Aufgabe übernommen, anstatt nach einem Nachfolger für den gut dotierten Spitzenposten zu suchen.

Für eine Kommune wie Rheinbach, die sich in der Haushaltssicherung befindet, ist das eine gute Lösung. Als Verwaltungschef läuft bei Raetz sowieso so ziemlich alles mit Relevanz über den Schreibtisch. Dass es nun mit dem möglichen Wechsel der Geschäftsführung zum Ersten Beigeordneten bei einer verwaltungsinternen Lösung bleibt, ist für den Stadtsäckel ebenfalls positiv.

Allerdings kommen die internen Querelen innerhalb der WFEG, respektive der Gesellschafterversammlung zur Unzeit. Gerade jetzt gilt es, mit dem Wolbersacker ein 60 Hektar großes Industrie- und Gewerbeareal so zu füllen, dass dort viele neue wohnortnahe Arbeitsplätze entstehen und dauerhaft Gewerbesteuern fließen. Sollte die Kritik an ihm dazu führen, den als ausgesprochen kompetent, freundlich und gut vernetzt geltenden Wirtschaftsförderer Hanns Dorow zu beschädigen, wäre dies ein Schaden für die WFEG und somit für Rheinbach.