"Adventszick op Kölsch" in Meckenheim

Volles Haus bei Weihnachtsrevue auf dem Schulcampus

Zwischen 5000 und 6000 Euro Erlös brachte die Weihnachtsrevue.

MECKENHEIM. Die Adventszeit mal ganz anders erleben - das konnten die Meckenheimer am Sonntagnachmittag im Pädagogischen Zentrum auf dem Schulcampus Meckenheim. Die Bürgerstiftung stellte ihr neues Logo vor.

"Adventszick ob Kölsch" hieß die etwas andere Weihnachtsrevue, die unter Federführung des bekannten Entertainers und Karnevalisten Detlef Lauenstein im ausverkauften Foyer stattfand. Bekannte Kölner Karnevalsgrößen wie Ralf Knoblich, der "Knubbelich vom Klingelpütz", oder Ralph Kuhn ("Schnäuzer Duo") standen auf der Bühne.

Die Veranstaltung organisiert hatte die Stadt Meckenheim gemeinsam mit der Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel. Der Erlös der Eintrittskarten, etwa zwischen 5000 und 6000 Euro, fließt zu einhundert Prozent in die im Jahr 2011 gegründete Bürgerstiftung Meckenheim. Die Stiftung will mit dem Geld nächstes Jahr ein Schulprojekt in Verbindung mit Senioren unterstützen. "Genaueres werden wir im Januar bekannt geben", erläuterte Burkhard Kraus, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank und im Vorstand der Bürgerstiftung gemeinsam mit Bürgermeister Bert Spilles und Erika Neubauer vom Senioren-Forum aktiv.

Das Trio nahm am Sonntag die Gelegenheit wahr, das neue Logo der Bürgerstiftung, einen Apfel als Puzzle, vorzustellen. Er ist das Resultat eines Wettbewerbs der neunten Klassen der weiterführenden Schulen. Als Siegerin erhielt Veronika Erke, Schülerin der Geschwister-Scholl-Hauptschule, einen Büchergutschein und eine Urkunde.

Die Bürgerstiftung als Gemeinschaft aller Bürger spiegelte sich in Lauensteins Einstiegslied "Zusammen leeven ist besser als ganz allein" wider. Weihnachten "tu Hus" mit seinen ganzen Unwägbarkeiten war das immer wiederkehrende Thema der Show. Ob bei der Geschichte mit dem Christbaumständer, den der Vater an Heiligabend verzweifelt im Keller sucht, während die Familie zur Christmette geht. Und der Vater letztlich die alkoholischen Vorräte gemeinsam mit seiner neuen Freundin "Mariacron" leert. Oder die Story um Ralph Kuhns Pech als verkleideter Weihnachtsmann.

Der Wechsel von Witz und Ernst, Musik und Text sowie Besinnlichkeit und Heiterkeit machten die Revue zu einem kurzweiligen Vergnügen, das aber auch zum Nachdenken anregte. Besonders das Allroundtalent des Abends, der Geiger und Pianist Peter Paschek, der mit zu Herzen gehenden Tönen das "Ave Maria" und das israelische "Nagila" spielte, animierte das Publikum zum Mitklatschen. "Das Publikum war gut, besser ging es ja gar nicht", zeigte sich Lauenstein sehr zufrieden mit den Meckenheimern im Foyer.