Durch den Kottenforst

Radtour mit Flüchtlingen

Gelegenheit zum Plaudern hatten die Tourteilnehmer.

Gelegenheit zum Plaudern hatten die Tourteilnehmer.

MECKENHEIM. In vielfältiger Weise engagieren sich die Kircheneinrichtungen in der Meckenheimer Umgebung in der Flüchtlingsintegration. So veranstaltet die evangelische Kirchengemeinde ein regelmäßiges Flüchtlingscafé, bei dem - unterstützt von der Caritas - die Meckenheimer Bevölkerung mit den neuen Mitbürgern ins Gespräch kommen kann.

Eine weitere Gelegenheit zum Austausch ergab sich am vergangenen Sonntag. In Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Meckenheim, veranstaltete die Pfarreiengemeinschaft Meckenheim eine Radtour durch den Kottenforst. Vor Beginn der Radtour stand die Heilige Messe auf dem Programm, die jedoch nicht von den Flüchtlingen besucht wurde.

"Selbstverständlich musste kein Flüchtling am Gottesdienst teilnehmen. Wir haben die Zeit genutzt, um die Flüchtlinge in Empfang zu nehmen", erklärt Dieter Ohm, Sprecher beim ADFC. Schon vor zwei Wochen habe man damit begonnen, für Fahrradspenden zu werben.

"Jetzt, zum Ende der Woche, war meine ganze Garage mit gebrauchten Fahrrädern zugestellt. Die Resonanz war großartig", so der Sprecher. 30 Teilnehmer trotzten dem durchwachsenen Wetter. Mit dabei: Zehn Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien und dem Kosovo. Die Flüchtlinge, die in der Meckenheimer Unterkunft untergebracht sind, hatten denn trotz sprachlicher Hürden kaum Kommunikationsprobleme.

"Die meisten Teilnehmer beherrschten die englische Sprache. Einzelne konnten sogar schon gute Deutschkenntnisse vorweisen", sagt Ohm. Vor allem würdigt er, dass die Übersetzung dank einiger vielsprachiger Flüchtlinge "gute Gespräche" ermöglicht habe. Gelegenheit zum Plaudern erhielten die Radler am Forsthaus Venne, das zu Rast und Mittagessen auserkoren wurde.