Mobilität am Bahnhof

Leih-E-Bikes sind in Meckenheim jetzt startklar

Eine erste Runde ab der E-Bike-Verleihstation am Bahnhof Meckenheim fährt Bürgermeister Bert Spilles (l.).

Eine erste Runde ab der E-Bike-Verleihstation am Bahnhof Meckenheim fährt Bürgermeister Bert Spilles (l.).

Meckenheim. Die vollautomatische Verleih-Station in Meckenheim wurde nun in Betrieb genommen. Die zentrale Eröffnungsfeier liegt eine Woche zurück. Das System funktioniert denkbar einfach.

Eine zentrale Eröffnungsfeier hatte in Bornheim eine Woche zuvor den Startschuss für vollautomatische Elektro-Fahrrad-Verleihstationen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis gegeben. In der Apfelstadt eröffnete Bürgermeister Bert Spilles die erste Station der Stadt Mitte Mai am Bahnhof. In einer Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Städten und Gemeinden, der RVK, nextbike GmbH, e-regio und enewa ermöglicht das vor zwei Jahren angestoßene Projekt für registrierte Nutzer die spontane Entscheidung, ein Stück des Wegs per E-Bike zurückzulegen.

In jeder der an dem Verbundprojekt beteiligten Kommunen Meckenheim, Alfter, Bornheim, Rheinbach, Swisttal, Wachtberg, Weilerswist wird vorab eine Verleihstation in Betrieb genommen, weitere sind geplant. Die Nutzer finden die flotten Elektroräder an zentralen ÖPNV-Verkehrspunkten, in der Regel am stärkst-frequentierten Bahnhof. Ausnahmen gibt es in Alfter, wo man von der Haltestelle der Stadtbahnlinie 18 losflitzen oder sein E-Bike abgeben kann, in Wachtberg am Busbahnhof in Berkum. Abgeben kann man das E-Bike derzeit an jeder E-Bike-Station der teilnehmenden Kommunen, später kommen nach derzeitiger Planung auch virtuelle, per App zu findende Stationen dazu.

Das System funktioniert denkbar einfach. Über eine App registriert sich der Nutzer kostenfrei, drei Euro Servicegebühr kostet der gleiche Vorgang an der Hotline unter 0 30/69 20 50 46. Am Bahnhof angekommen sucht er sich ein Rad aus, scannt per Handy den QR-Code, schließt das Fahrrad auf und entnimmt es von der Akku-Ladestation.

Zwei Euro kosten 30 Minuten motorunterstütztes Radeln für den Standardkunden, lediglich ein Euro wird ÖPNV-Abokunden berechnet. Für Pendler hat man einen eigenen Übernachttarif geschaffen, bei dem man von 17 Uhr bis morgens um acht das Fahrrad für drei Euro behalten darf, ÖPNV-Abokunden zahlen auch hier ein Euro weniger. In den Genuss von Rabatten kommen ÖPNV-Abokarteninhaber auch beim Monatstarif (zwölf statt 15 Euro) und beim Jahrestarif (48 statt 60 Euro).