Sternsinger in Meckenheim unterwegs

Kleine Könige bringen den Segen ins Rathaus

BM Bert Spilles empfängt die Sternsinger und spendete auch in die Sammeldosen

BM Bert Spilles empfängt die Sternsinger und spendete auch in die Sammeldosen

MECKENHEIM. Segen bringen und Spenden sammeln, mit dieser christlichen Mission sind seit Donnerstag etwa 230 Sternsinger in den Ortschaften der Pfarreiengemeinschaft Meckenheim unterwegs.

Von der Aussendungsmesse führte der erste Weg des Großteils der Vier- bis 18-Jährigen in Begleitung von Pfarrvikar Franz-Josef Steffl, Diakon Michael Lux und Pastoralreferentin Franziska Wallot direkt zum Rathaus. Bürgermeister Bert Spilles hatte mit so viel hohem Besuch gar nicht gerechnet. Der Flur vor dem Bürgermeisterbüro war gerade lang genug, um alle kleinen Könige und ihre Begleiter zu fassen.

Dank sagte Spilles den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz, der in diesem Jahr unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein, Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ auch den Klimawandel in den Fokus rückt und über das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zahlreiche Kinder-Hilfsprojekte unterstützt. Das Sternsinger-Lied „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ stimmten alle gemeinsam an. Den Aufkleber mit der Jahreszahl 2017 und den Buchstaben C+M+B – für die einen die Namenskürzel der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, für die anderen der Segenswunsch „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ – durfte der fünf Jahre alte Morten über dem Rathaus-Eingang befestigen. Hilfe erhielt der Knirps im Königsgewand dabei vom Bürgermeister höchstpersönlich, der ihn hochhob.

Morten gehört ebenso wie Kai (9) und Moritz (8) zur Drei-Königs-Gruppe, die in der Bahnhofsstraße und im Rathaus-Umfeld unterwegs ist, um Spenden zu sammeln. Begleitet werden die drei Jungs von den Messdienern Hannah Paulig (16) und Johannes Hoer (18). Kai ist diesmal bereits zum zweiten Mal dabei. Warum? „Es ist spannend zu gucken, wer am meisten gesammelt hat“, erklärt der Neunjährige seine auch auf Ehrgeiz und Wettbewerb basierende Motivation. Denn nach getaner Arbeit werden die Inhalte der Sammeldosen verglichen. Der Erfolg lässt sich in barer Münze messen.

Drei Tage lang sind die Sternsinger in Meckenheim unterwegs und sammeln gezielt für die Projekte von Pater James in Indien, der früher in Meckenheim Kaplan war. Jeweils Freitag und Samstag können auch die Bürger in Merl und Lüftelberg sowie in Rheinbach-Wormersdorf mit dem Besuch der Heiligen Drei Könige an ihrer Haustüre rechnen. Am Samstag gehen die Altendorf-Ersdorfer Sternsinger von Tür zu Tür. Was in Merl in der Sammeldose landet, kommt den Bildungsprojekten der Meckenheimer Partnergemeinde Sankt Paul in Kumasi/Ghana zugute. Die Einnahmen aus den anderen Ortschaften kommen in den großen Topf des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“.